In 3 Schritten den passenden Firmennamen finden

Buchstaben Firmennamen finden

Mit deiner eigenen Firma ist es wie mit einem Baby: Der Name muss passen – jetzt und auch noch in 30 Jahren. Du bist gerade dabei dein Unternehmen zu gründen? Wir haben die wichtigsten Tipps zur Namensfindung hier für dich zusammengefasst.

Schritt 1: Sei kreativ bei der Namensfindung

Die Verlockung ist groß: Wer online nach Ideen für einen passenden Firmennamen sucht, der findet auf Anhieb unzählige Tools, die englische und deutsche Vorschläge ausspucken. Doch Vorsicht: Der verführerische Klick auf den Button des Firmennamen-Generators trifft nur selten den Nagel auf den Kopf. Zudem lähmt das deine Kreativität anstatt sie zu beflügeln. Was du letztendlich willst, ist ein Name, der beschreibt, wofür deine Firma steht. Niemand weiß das besser als du.

Bevor du also zu einem Online-Tool greifst, hol dir lieber nochmal deinen Businessplan her und beantworte die folgenden fünf Fragen:

  1. Wer genau sind die Kunden deines Startups?
  2. Welches Problem wirst du für deine Kunden lösen?
  3. Was ist als Marke dein Alleinstellungsmerkmal?
  4. Welche drei Emotionen möchtest du mit deinem Namen auslösen?
  5. Welche Sprache(n) sprechen deine potenziellen Kunden?

Notiere die Antworten in aller Kürze auf einem Flipchart. Die Antworten sollten im Raum gut sichtbar sein. Sie begleiten dich während der Namensfindung.

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Zuerst: Namen brainstormen mit der ABC-Methode

Und dann geht es los: Erstelle zuerst eine Liste mit bis zu 50 verschiedenen Wörtern, die dir zu deinem Unternehmen einfallen. Wenn du strukturiert vorgehen möchtest, dann nutze zum Beispiel die ABC-Methode. Schreibe zu jedem Buchstaben im Alphabet ein bis zwei Begriffe auf, die mit deinem Unternehmen oder deiner Firmengeschichte zu tun haben. Notiere die Wörter gleich auf Kärtchen und pinne sie an eine Wand. So kannst du sie später leicht verschieben und miteinander kombinieren .

Dann: Weiter mit der Reizworttechnik

Im nächsten Schritt geht es darum, 10 Wörter zu finden, die gar nichts mit deiner Firma zu tun haben. Jetzt kannst du gerne ein Online-Tool wie Nameboy, den Businessnamegenerator oder Namerobot verwenden. Oder du nimmst zufällige Wörter aus Büchern, Zeitungen und Magazinen. Sagen wir, du findest das Wort „Tiger“: Welche Eigenschaften fallen dir zum Tiger ein? Ist er anmutig? Stark? Gefährlich? Notiere alle Wörter samt Reizwort auf jeweils einem Kärtchen und befestige sie an der Wand.

Am Ende: Begriffe zu Firmennamen kombinieren

Jetzt geht es darum, die Begriffe so zu kombinieren, dass gänzlich neue Wortschöpfungen entstehen. Lass Buchstaben weg. Versuche es mit Wortspielen. Bring zusammen, was eigentlich nicht zusammengehört. Erfinde Fantasienamen. Versuche Abkürzungen. Oder reimt sich hier sogar eine Kombination? Alles ist erlaubt! Eine Session wie diese gibt natürlich in der Gruppe am meisten her. Und macht noch dazu viel Spaß. Lass dich von den Ergebnissen überraschen!

Auf die Schnelle: 108 Ideen für Firmennamen in 30 Minuten

Wenn du wenig Zeit hast, dann ist die „Methode 365“ genau richtig für dich: Lade sechs Personen ein und führe sie zunächst durch die fünf Fragen und Antworten aus deinem Businessplan. So haben sie deine Kunden und den Kern deiner Firma im Blick. Danach schreibt jede Person spontan drei Begriffe auf ein Blatt Papier. Nach fünf Minuten gibt die Person das Blatt an den Nachbarn. Die nächste Person entwickelt die Wörter des Vorgängers weiter. Bis die Stoppuhr nach fünf Minuten wieder klingelt. Nach sechs Durchgängen und 30 Minuten liegen 108 originelle Firmennamen auf dem Tisch.

Zum Schluß: Kill your darlings

Genauso wichtig wie das Sammeln, ist auch das Eingrenzen der Ideen – sonst siehst du irgendwann die Nadel im Heuhaufen nicht mehr. Egal für welche Technik du dich entscheidest, setze dir bei der Namensfindung eine zeitliche Deadline von zum Beispiel einer Stunde.

Als Nächstes wird es schmerzhaft, denn es geht ans Rausschmeißen:

  1. Je kürzer, desto besser: Sieben bis höchstens 20 Buchstaben sind ideal. Alle anderen Firmennamen müssen gehen.
  2. Je einfacher, desto einprägsamer: Lässt sich ein Firmenname nicht auf Anhieb ohne Fehler schreiben? Ist die Aussprache holprig? Weg damit!
  3. Ist der Firmenname zu speziell? Schränkt der Name zukünftige Geschäftsfelder jetzt schon ein?
  4. Kann ein Markenname falsch verstanden werden? Auch wenn du mit Mode zu tun hast, du willst bestimmt nicht „Fashism“ heißen. Gerade englische Firmennamen sollten von einem native Speaker ausgesprochen werden. Schnelle Checks kannst du bei wordsafety durchführen. Vermeide genauso negative Assoziationen wie „Cut-haar-strophal“.
  5. Funktioniert dein Firmenname auch mit einem Logo? Nein? Bye, bye!

Schritt 2: Teste deine potenziellen Firmennamen

Was jetzt noch an Firmennamen übrig ist, sollte die Welt da draußen testen. Diese fünf Tipps helfen dir beim zweiten Schritt in der Namensfindung.

  1. Sei einzigartig: Gibt es ähnlich klingende Namen, die bereits von anderen Unternehmen verwendet werden? Folgst du unbewußt einem Trend á la „Zalando“ und „Lieferando“? Mit einer Google-Suche und einer Recherche auf den gängigen Social-Media Kanälen findest du schnell Antwort. Schmeiß alle Vorschläge raus, die deiner Einzigartigkeit im Wege stehen.
  2. Frag andere: Teste die verbleibenden Firmennamen mit einer Online-Umfrage, die du an potenzielle Kunden schickst: Welche Vorschläge kommen an? Was kannst du gehen lassen?
  3. Name enthalten? Verwendet schon jemand deinen Firmennamen? Das Berliner Startup Fairnopoly bekam Probleme mit dem Spielehersteller Hasbro, dem die Marke „Monopoly“ gehört. Eine Recherche im Handelregister und beim Österreichischen Patentamt gibt dir für Österreich Sicherheit.
  4. Online noch frei? Prüfe, für welche Varianten des Firmennamens die notwendigen Domain- und Social Media-Namen frei sind, zum Beispiel bei DomainR.
  5. Beachte: Je nach Rechtsform könnte noch eine GmbH, AG oder UG im Firmennamen stehen. Bei einer Personengesellschaft muss sogar der Nachname im Firmennamen enthalten sein. Eine GbR verlangt sogar nach dem Vornamen.

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Schritt 3: Du hast deinen idealen Firmennamen gefunden? Sichere ihn dir!

Wenn du hier angelangt bist, dann hast du deine Top 3 Namen bestimmt gefunden. Vielleicht steht sogar schon der eine passende Firmenname fest. Für ausreichenden Markenschutz, solltest du diese vier Tipps beachten:

  1. Ein Eintrag deines Firmennamens im Handelsregister schützt vor Nachahmern.
  2. Ab etwa 300 Euro schützt du deine nationale Marke. Achtung: Gilt dann nur für Österreich.
  3. Sichere dir alle Domainnamen mit verschiedenen Top-Level-Domains wie zum Beispiel .com .de und .at.
  4. Reserviere alle Social Media Accounts, die deinen Markennamen enthalten.

Zum Schluß ist uns noch wichtig: Vertraue deinem Gefühl. Wenn du aufmerksam und authentisch bleibst, dann wirst du bestimmt nicht zum Frisiersalon namens Kaiserschnitt oder zum Reisebüro Schlepper werden.

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Über den Autor
Katharina Hölzl
Katharina Hölzl
SEO & Content Manager - Als SEO & Content Strategin bei ready2order ist Katharina dafür zuständig, dass hilfreiche Inhalte erstellt und gefunden werden. Als erfahrene SEO Managerin weiß sie, worauf es bei richtig gutem Content ankommt. Ist sie nicht gerade vorm Laptop, entdeckt sie am liebsten Inseln und neue Musik.

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