Kassen-Tipps

Bargeldlos zahlen: Was bringen Kartenlesegerät, NFC & Co.?

Von Sabine Amler | Zuletzt aktualisiert: 6.7.2021

Statt mit Bargeld zu zahlen, greifen immer mehr Kunden zu Karte und Bezahlterminal, Handy oder Smartwatch. Zunehmend beliebt wird kontaktlos bezahlen per NFC. Doch was bedeutet NFC eigentlich, welche Voraussetzungen müssen für die Nutzung am Kartenleser geschaffen werden und welche Vorteile hat es für Unternehmen?

Was bedeutet NFC?

NFC steht für Nahfeldkommunikation (engl. “Near Field Communication”). Voraussetzung für den kontaktlosen Datenaustausch per RFID-Technik sind eine NFC-fähige Kontaktstelle und ein geeigneter Chipkartenleser.

Das Einstecken der Karte oder die Übergabe von Bargeld entfallen dabei – d. h. es kommt zu keinem Kontakt zwischen Übertragungsmedium und Empfänger: Die Zahlung erfolgt, indem eine kleine Antenne am POS und ein Chip in der Karte die nötigen Daten sicher per Tokenization übertragen.

Kleinere Beträge kommen dabei ohne PIN aus. Je höher der Zahlbetrag, desto eher greift der europäische Durchschnittskunde zu bewährten Zahlungsmethoden mit PIN – NFC wird daher vor allem beim sogenannten Micropayment genutzt.

Bargeldlose Zahlung: Das brauchen Unternehmen

Um Kartenzahlung anzubieten, brauchst Du einen geeigneten Kartenleser. Dieses kannst Du entweder als separate Hardware mit Deinem Kassenterminal anschließen oder Du nutzt ein mobiles All-in-One, das diese Möglichkeit integriert.

Mit dem modernen readyP2 erhältst Du alle Funktionen von Bondruck bis Kartenlesegerät und NFC-Reader in einem handlichen Gerät. So sparst Du Platz und bist auch in mobilen Arbeitssituationen immer vollständig ausgerüstet.

Damit kontaktlose Zahlung funktioniert, muss nicht nur die Zahlungskarte bzw. das Smartphone des Kunden, sondern auch Deine Kasse die NFC-Technik unterstützen: Karten und Kassensysteme, die kontaktlose Kartenzahlungen ermöglichen, sind mit einem Funk-Symbol aus gebogenen Linien gekennzeichnet.

Zahlung am Terminal: Das müssen Kunden vorbereiten

Immer mehr Anbieter wie Banken und Kreditinstitute integrieren NFC mittlerweile als Service in ihre Online-Banking-Leistungen.

Wer mit dem Smartphone zahlen möchte, braucht eine passende App und eine Bank- oder Kreditkarte eines NFC-fähigen Anbieters.

Hintergrund: Die App muss im Vorfeld der Nutzung entweder mit einem bestimmten Guthaben aufgeladen oder mit einem regulären Zahlungsmittel verbunden werden.

  • Wer Google Pay nutzen will, benötigt z.B. einen PayPal-Account oder eine Kreditkarte von einem Anbieter, der den Google-Service ermöglicht. Dan genügt es, die App zu installieren und die Konten zu verknüpfen – schon ist das Zahlen per Smartphone möglich.
  • Ähnlich funktionieren Samsung Pay und Apple Pay. Hier wird das Smartphone oder iPhone durch eine sogenannte Wallet App zur digitalen Geldbörse.

Ähnlich funktioniert es mit einer Smartwatch. Neben Soft- sowie Hardware muss hier darauf geachtet werden, ob die gewünschten Banken oder Kreditinstitute den Service grundsätzlich unterstützen. Ist das der Fall, dann steht dem Einkauf per Handgelenk nichts im Wege.

Welche Vorteile hat bargeldlose Zahlung?

Für Deine Gäste und Kunden ist die bargeldlose Zahlung praktisch – aber auch für Dich als Unternehmer haben die digitalen Möglichkeiten überzeugende Vorteile.

1. Garantierter Zahlungseingang

Beim bargeldlosen Zahlen werden strengere Maßstäbe gesetzt. Bei Zahlungen per Karte bedeutet das, dass der Unternehmer sein Geld mit Sicherheit erhält – im Gegensatz dazu ist dies ist bei Zahlung per Rechnung nicht immer garantiert.

2. Imageverbesserung

Je mehr Zahlungsarten Du anbieten kannst, desto moderner und kundenfreundlicher wird Dein Image empfunden. Die Gebühr für Kartenzahlungen zahlst Du also nicht umsonst. Dennoch solltest Du Dich immer vorab informieren, welche Gebühren oder monatlichen Kosten bei der Nutzung von SumUp oder anderen Services für Dich anfallen.

3. Kein Verzählen möglich

Kassiervorgänge mit Bargeld haben im Vergleich zu bargeldloser Zahlweise ein größeres Fehlerpotential: Fehlbeträge durch Verzählen oder falsche Wechselgeldausgabe werden vermieden – ebenso wie das Verlustrisiko durch Diebstahl. Das vereinfacht die ordnungsgemäße Kassenführung und die Buchhaltung.

4. Hohe Sicherheitsstandards

EC- und Kreditkartenterminals bieten fortschrittliche und zuverlässige Sicherheitsstandards für die verwendeten Daten, die durch regelmäßige Softwareupdates gewährleistet werden. Außerdem sinkt mit weniger Bargeld auch das Risiko, dass Du Falschgeld in der Kasse hast.

5. Vorsprung gegenüber Mitbewerbern

Gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen ist es wichtig, wettbewerbsfähig zu sein. Wer Kartenleser bietet, kann sich möglicherweise einen Vorsprung verschaffen: Wer nicht erst zur Bank muss, um sein Mittagessen oder einen Spontankauf zu bezahlen, bringt Umsatz in die Kasse.

Die Zukunft ist bargeldlos

Generell geht die Tendenz zur Bargeldnutzung in Europa zurück. Vor allem jüngere Käufer greifen gern zu Karte und Smartphone. Nutze jetzt moderne Zahlweisen – und mit diesen Tipps kannst Du bargeldlos mehr Umsatz generieren.

Sabine Amler

Senior Content Manager

Als gelernte Buchhändlerin kennt Sabine beide Seiten der Ladentheke. Bei ready2order kümmert sie sich um alles, was man mit 26 Buchstaben plus Umlaute ausdrücken kann. Dabei trägt sie nahezu ständig Kopfhörer und hört jede Menge Rock’n’Roll – natürlich mit guten Texten.