KassenSichV: TSE-Kasse ist Pflicht

Seit 1.10.2020 gilt in Deutschland die TSE-Pflicht. ready2order hat alles, was Du brauchst, um dauerhaft auf der sicheren Seite zu bleiben. Sichere Dir jetzt Deine TSE-Lizenz von ready2order und bleibe 100% gesetzeskonform!

Alles zum Thema Kassensicherungsverordnung und TSE

KassenSichV, die TSE und was sie für dich bedeutet!

Egal, ob Handel oder Dienstleistung - die Sicherheitsbestimmungen für elektronische Aufzeichnungssystemen wie Registrierkassen sind strenger geworden. Ab diesem Jahr gilt das Kassengesetz 2020. Deshalb müssen alle elektronischen Kassensysteme mit einer technischen Sicherheitseinrichtung (TSE) ausgestattet sein. Das bedeutet für Unternehmer, dass in Zukunft alle Aufzeichnungen aus Umsätzen gegen Manipulation geschützt sein müssen. Das betrifft Umsätze mit Bargeld genauso wie mit EC-Karte, Kreditkarte oder Gutscheinen, die mit der digitalen Kasse erfasst werden.

So profitierst du von einem elektronischen Kassensystem!

Ein digitales Kassensystem bietet zahlreiche Vorteile und ist effizient. Denn elektronische Aufzeichnungssysteme sparen nicht nur Zeit, Geld und Nerven, sondern lassen sich auch einfach bedienen. Die gesetzlichen Grundlagen für alle elektronischen Aufzeichnungen regelt die KassenSichV. 

Fundament der KassenSichV ist das 2016 erlassene Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen, das Maßgaben setzt, um die Manipulation elektronischer Aufzeichnungssysteme zu erschweren. Die technische Sicherheitseinrichtung (TSE) stellt sicher, dass die geltenden Sicherheitsbestimmungen auch eingehalten werden. Alle Informationen rund um die zertifizierte TSE, ordnungsgemäße elektronische Aufzeichnungssysteme sowie Fristen und Ausnahmen, die für deine Registrierkasse gelten, erfährst du hier.

    KassenSichV - das musst du wissen

    Die Kassensicherungsverordnung 2020 gilt für alle Unternehmen in Deutschland, die eine elektronische Kasse verwenden. Die KassenSichV schreibt vor, dass alle Transaktionen eines Unternehmens elektronisch signiert werden müssen. Außerdem müssen alle elektronischen Kassensysteme über eine Erweiterungsmöglichkeit per TSE-Modul verfügen.

    Neben dem Schutz von Manipulationen stellt die TSE sicher, dass die Datenübertragung der digitalen Grundaufzeichnungen ebenso lückenlos wie fehlerfrei geschieht. Außerdem ergibt sich aus der KassenSichV, dass alle Kassensysteme mit einer zertifizierte TSE beim Finanzamt gemeldet sein müssen. Bislang ist die Kassenmeldepflicht noch ausgesetzt, da die Landesfinanzämter bzw. das Bundesfinanzamt noch an der Ausgestaltung des Prozesses arbeiten.

    Diese Anforderungen gelten seit 2020 bei der Kassenführung:

    • Belegausgabepflicht
    • Bei aufrüstbaren Kassensystemen muss der Einbau oder die Anbindung an eine TSE beauftragt sein

    So wirkt sich die KassenSichV auf Unternehmen aus

    Die neuen Regelungen bedeuten für alle Branchen (einschließlich Gastronomie), dass seit Ende September 2020 alle Kassensysteme in Deutschland den neuen gesetzlichen Anforderungen entsprechen müssen. Durch die Kassensicherungsverordnung haben Unternehmer jedoch auch Vorteile: Zunächst werden Kassensysteme so vor Manipulationen geschützt. Bei einer Überprüfung durch das Finanzamt ist der Nachweis zu erbringen, dass alle Aufzeichnungen vollständig und lückenlos nachvollziehbar sind. Da die Daten per TSE elektronisch gespeichert werden, können sich  Unternehmer nun gelassen auf ihr Business konzentrieren.

    Alle Unternehmen sind außerdem verpflichtet, ihre Daten entsprechend dem Standard der Finanzverwaltung für Kassensysteme (DSFinV-K) auf einem geeigneten Datenträger zur Verfügung zu stellen (etwa für eine Kassennachschau). Dafür müssen Kassenhersteller eine Exportfunktion in ihrer Software integriert haben. Die Umsetzung dieser gesetzlichen Richtlinie gestaltet sich bislang in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich.

    Fristverschiebung:

    Im Juli 2020 haben 15 Bundesländer unter bestimmten Voraussetzungen die Fristen für die Ausstattung von Kassensystemen mit einem TSE-Zertifikat verlängert. Die Voraussetzungen selbst für die Fristverlängerung sind jedoch in den Bundesländern nicht einheitlich. So gelten u.a. für den Zeitpunkt der verbindlichen Bestellung der TSE, den Nachweis zur Nichtverfügbarkeit oder den Einsatz einer cloudbasierten TSE unterschiedliche Regelungen. Alle aktuellen Fristen findest du unter dem Punkt "Fristen und Verordnungen auf einen Blick".

    Trotzdem gilt, dass verfügbare Anpassungen und Aufrüstungen umgehend durchzuführen und die rechtlichen Voraussetzungen zu erfüllen sind.

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    Nach der KassenSichV müssen alle elektronischen Aufzeichnungssysteme über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen. Mithilfe der TSE wird sichergestellt, dass Aufzeichnungen im Nachhinein nicht manipuliert werden können. Daten müssen also aufgezeichnet und erfasst werden, damit eine nachträgliche Änderung oder Löschung nicht mehr möglich ist.

    Die technischen Richtlinien für dieses Verfahren wurden vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) festgelegt, etwa im Rahmen der TR-03153 (Technische Sicherheitseinrichtungen elektronischer Aufzeichnungssysteme), der BSI TR-03151 (Secure Element API) oder der BSI TR-03116 (Kryptographische Vorgaben für Projekte der Bundesregierung).

    Die KassenSichV und TSE gelten für alle Branchen, und so gut wie alle Unternehmen müssen ihre Kassen den neuen Anforderungen entsprechend umrüsten. 

    Integration und Zertifizierung der Technischen Sicherheitseinrichtung 

    Seit 1. Oktober 2020 gilt, dass alle Kassen mit der TSE ausgestattet sein müssen. Zumindest muss ein bestätigter Auftrag zur Aufrüstung vorliegen. Die TSE Integration muss der Hersteller bzw. Kassenanbieter übernehmen. Die Technische Sicherheitseinrichtung besteht aus drei komplexen Modulen wie Speichermedium, Sicherheitsmodul und einheitlicher digitaler Schnittstelle. Welche Anforderungen die zertifizierte Technische Sicherheitseinrichtung erfüllen muss, entscheidet das BSI. Für die Zertifizierung der TSE selbst sind die Unternehmen zuständig, die eine TSE zur Verfügung stellen.

    So geht Sicherheit

    • Speichermedium: Alle aufgezeichneten Daten werden zentral auf einem System gespeichert. Als Datenspeicher kommt entweder ein USB-Stick, eine SD-Karte oder eine Cloud-Lösung in Frage. Unabhängig von der Art des Speichermedium muss eine Zertifizierung vorliegen. 
    • Sicherheitsmodul: Hier erfolgt die eigentliche technische Sicherung aller aufzuzeichnenden Vorgänge. Das Sicherheitsmodul besteht aus zwei Komponentem: Der Exportschnittstelle und der Schnittstelle für die Einbindung. Mit dieser Kombination ist es nicht möglich, digitale Grundaufzeichnungen zu verändern oder zu löschen.
    • Digitale Schnittstelle: Die digitale Schnittstelle ist dafür zuständig, dass die Daten abschließend ordnungsgemäß an das Finanzamt übertragen werden können. 

    Cloud-TSE ohne extra Hardware

    Das BSI hat die Anforderungen genau festgelegt, die für die Technische Sicherheitseinrichtung gelten. Je nach Kassenanbieter gibt es folgende Möglichkeiten: Hardware-TSE oder Cloud-Lösung. Während bei der Hardware-Lösung ein zertifiziertes Speichermedium zum Einsatz kommt, das vom TSE-Anbieter entsprechend der technischen Richtlinien zertifiziert sein muss, werden bei der Cloud-Variante die Daten der Kasse einfach per Internet hochgeladen und auf einem Server gespeichert.

    Und das ist der wesentliche Vorteil der Cloud-Variante: In der Cloud gibt es kein Speicherlimit. Außerdem können Cloud-Kassen einfach und schnell mit allen notwendigen Updates versorgt werden. Obwohl beide Varianten den Vorgaben des KassenSichV entsprechen, ist das Cloud-Kassensystem die eindeutig komfortablere.

    Fristen und Verordnungen auf einen Blick

    Mit dem 1. Januar 2020 mussten Unternehmer deutschlandweit sicherstellen, dass ihre Kassen mit einer TSE ausgestattet werden können.

    Wichtige Stichtage und Fristen für elektronische Kassensysteme:

    • Seit 1. Januar 2017 gilt die GoBD/GDPdU für alle Kassen.
    • Seit 1. Januar 2018 darf das Finanzamt Kassen-Nachschauen ohne Vorankündigung durchführen.
    • Mit dem 1. Januar 2020 ist die KassenSichV deutschlandweit in Kraft getreten.
    • Bis 30. September 2020 galt die Nichtbeanstandungsregelung auf Bundesebene. *
    • Bis 1. Januar 2023 gilt eine Übergangsregelung für Kassen, bei denen eine Nachrüstung technisch nicht möglich ist. Danach dürfen nur noch zertifizierte TSE-Kassen zum Einsatz kommen.

    * Achtung - aktuellste Informationen zum TSE-Zertifikat: Die Nichtbeanstandungsregelung wurde in fast allen Bundesländern bis zum 31.3.2021 verlängert. Die Nichtbeanstandungsregelung gilt nur bis zu diesem Datum, wenn kein Cloud-TSE Anbieter zuvor zertifiziert wird.
    Unternehmer mussten also bis spätestens 30.9.2020 einen Nachweis erbringen, dass sie die Nachrüstung einer cloudbasierten TSE beauftragt haben. Auf dem folgenden Link haben wir ausführliche Informationen zu den Regelungen der einzelnen Bundesländer hinterlegt (Quelle: DFKA e.V., Stand 19.8.2020).

    Eine Ausnahme: Registrierkassen, die nach dem 25. November 2010 und vor dem 1. Januar 2020 angeschafft wurden, und die Anforderungen der GoBD erfüllen, aber aufgrund ihrer Bauart nicht nachgerüstet werden können und deshalb die geltenden gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllen, dürfen lediglich noch bis zum 31. Dezember 2022 verwendet werden. Kassen, die nicht unter diese Regelung fallen, müssen den neuen Anforderungen entsprechend mit einer TSE aufgerüstet werden.

    Fristen im Detail:

    1. Januar 2020:  Belegausgabepflicht | TSE für elektronische Kasse

    Die Belegausgabepflicht gilt seit Januar 2020 für elektronische Aufzeichnungssysteme. Du musst sicherstellen, dass deine Kunden den Kassenbeleg auf Papier oder in manchen Fällen per E-Mail erhalten. Für eine Übermittlung des Beleges in elektronischer Form brauchst du allerdings die Zustimmung sowie die Daten des Kunden. Es liegt in der Verantwortung des Unternehmers, den Beleg bereitzustellen - der Kunde kann dann darüber entscheiden, ob er ihn annimmt oder nicht. Belege müssen von dir elektronisch aufgezeichnet werden. 

    Für die neuen Kassen gilt: Alle Kassensysteme müssen mit einer TSE nachrüstbar sein.

    30. September 2020: Beauftragung der TSE-Integration / einheitlicher Datenstandard

    Mit dem 30. September ist die Nichtbeanstandungsregelung ausgelaufen. Seither muss grundsätzlich jedes Kassensystem den technischen Anforderungen entsprechen. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten: über eine Cloud oder durch eine zusätzliche Hardware wie zum Beispiel einen USB Stick. Im Falle der Cloud Lösung ist zu beachten, dass mit dem Stichtag 30. September eine Beauftragung der Aufrüstung genügt, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Die gespeicherten Daten müssen den Anforderungen der KassenSichV entsprechen.

    Ab Inkrafttreten der Kassenmeldepflicht müssen auch die Daten dem einheitlichen Datenstandard der "Digitalen Schnittstelle der Finanzverwaltung für Kassensysteme" (DSFinV-K) entsprechen. Dabei geht es darum, dass in Zukunft alle Unternehmen mit PC-Kassensystem einen einheitlichen Datensatz verwenden. Die Daten müssen eine standardisierte Struktur bei der Erfassung und beim Export für DSFinV-K aufweisen.

    31. Dezember 2022: Ende der Übergangsregelung für alle Kassen

    Ab dem 1. Januar 2023 dürfen keine Kassen ohne technische Sicherungseinrichtung mehr verwendet werden. Hier gilt die Ausnahmeregelung nur für Kassen, die nach dem 25.11.2010 und vor dem 1.1.2020 angeschafft worden sind und keine Nachrüstungmöglichkeit bieten. Ein Hinweis: Regelungen der GoBD greifen trotzdem.

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    Häufig gestellte Fragen zur TSE

    Hier findest du FAQs zum Thema TSE!

    *Preis exkl. USt. Es handelt sich bei der TSE Lizenz um eine Jahreslizenz. Die Lizenzlaufzeit beginnt ab Kaufdatum. Das vergünstigte Angebot gilt für den Kauf bis 31.03.2021. Nach einem Jahr verlängert sich die Lizenz automatisch zum regulären Preis von 129€ exkl. USt. Der Zeitraum zwischen Kaufdatum und Verfügbarkeit der TSE wird bei Verlängerung in der zweiten Laufzeit als Rabatt abgezogen.

    Haftungsausschluss:
    Technische und inhaltliche Änderungen vorbehalten. Alle Angaben ohne Gewähr. Irrtümer, Druck- und Schreibfehler vorbehalten. Aufgrund der von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen Fristen empfehlen wir allen Kunden und interessierten Lesern, weitergehende Informationen zur TSE, zu Fristen und der derzeitig gültigen Rechtslage selbst einzuholen. Eine Haftung durch ready2order ist ausgeschlossen.

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