Einarbeitung neuer Mitarbeiter im Einzelhandel

Rollenspiele

Motiviertes, gut geschultes Personal kann den Erfolg Ihres Einzelhandels immens steigern. Der Umgang mit Kunden steht dabei im Vordergrund, denn nur ein zufriedener Kunde kauft am Ende des Tages Ihre Produkte und vor allem: er kommt gerne wieder zurück. Im folgenden Artikel erfahren Sie Tipps, wie Sie Ihre Mitarbeiter schulen können, um deren Performance zu steigern.

Sympathische und offene Mitarbeiter

Bewerbung und Einschulung ready2order

Es ist besonders wichtig Personal zu finden, welches die richtige Ausstrahlung hat und auf die Kunden zugeht. Schon der Geschäftsmann Bruce Nordstrom sagte, dass man nette Personen einstellen und diese für den Verkauf schulen kann. Allerdings könne man keinen tollen Verkäufer einstellen und ihm lernen sympathisch und freundlich zu sein. Nordstroms Unternehmen sucht nur nach Mitarbeitern, welche einen hilfsbereiten und freundlichen Eindruck machen und trainiert diese dann für den Verkauf.

Auch Disney verfolgt diesen Ansatz und führt bei einem Bewerbungsgespräch ein Gruppeninterview mit mehreren Bewerbern durch. Dabei wird beobachtet, wie die Bewerber miteinander interagieren und welchen Eindruck sie dabei machen. Bei einem Einzelgespräch wären diese Beobachtungen nicht möglich.

Beim nächsten Bewerbungsgespräch sollten Sie somit nicht nur die Schulbildung und Berufserfahrung der Bewerber bewerten, sondern auch auf deren Auftreten und Charakterzüge achten. Investieren Sie lieber mehr Zeit um den richtigen Mitarbeiter zu finden, als den erstbesten zu nehmen, der dann unfreundlich  zu den Kunden ist und nicht ins Team passt.

Lerntypen

Schon aus Schulzeiten ist bekannt, dass Personen mit unterschiedlichen Methoden besser oder schlechter lernen. Manche müssen über den Stoff sprechen, andere lernen durch Lesen und wieder andere fassen den Stoff gerne in eigenen Worte zusammen und lernen dabei. Zeigen Sie Interesse und fragen Sie Ihre neuen Mitarbeiter warum sie sich für diesen Job entschieden haben, was sie motiviert, wie sie zu Schulzeiten am besten gelernt haben und was sie besonders interessiert.

Wenn Sie über die Interessen Ihrer Mitarbeiter Bescheid wissen können Sie das Training für den jeweiligen Mitarbeiter anpassen, außerdem können Sie die Mitarbeiter auch individuell motivieren. Bei visuellen Lerntypen können Sie Infografiken und Bilder verwenden um Ihr Anliegen zu verdeutlichen. Learning by doing ist auch ein weit verbreiteter Ansatz um die Einschulung Ihres Personals vorzunehmen. Durch Rollenspiele kann ein größerer Fokus auf dieses Bedürfnis gelegt werden.

Der richtige Mix ist ausschlaggebend

unterschiedliche Lernmethoden

Unbewusst verwenden Sie vermutlich schon verschiedene Lernmethoden um Ihr Personal zu schulen. Achten Sie in Zukunft, welche Methoden Sie anwenden und wie. Menschen können Inhalte am besten verinnerlichen, wenn Sie diese über verschiedene Informationswege aufnehmen.

Anhand folgender zwei Beispiele sehen Sie besser, wie einfach Sie diverse Methoden kombinieren können:

Im ersten Schritt erzählen Sie Ihren Mitarbeitern, wie Ihr Kassensystem funktioniert, auf welchen Geräten dieses verfügbar ist und geben Ihrem Mitarbeiter einen Zugang, um sich in die Kasse einzuloggen. Im Anschluss zeigen Sie diesen Mitarbeitern, wie Sie die Kassensoftware verwenden. Danach lernt der Mitarbeiter im Trainingsmodus, wie man mit dem System umgeht. Geben Sie ihm davor Aufgaben, welche er im Trainingsmodus lösen soll. ready2order eignet sich dabei hervorragend um Mitarbeiter einzuschulen, da jeder Mitarbeiter zu jeder Zeit in den Testmodus wechseln kann.  Geben Sie Ihrem Mitarbeiter während dieser Testphase weitere Hilfestellungen in Form von YouTube Videos oder Texten auf der Supportseite des jeweiligen Anbieters. Auf der ready2order Supportseite finden Ihre Mitarbeiter alle Informationen zum Umgang mit dem POS System.

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Ein weiteres Beispiel ist die Schulung des Personals für den Umgang mit Kunden. Zuerst erzählen Sie Ihren Mitarbeitern alle wichtigen Eckdaten und die Etikette Ihres Betriebs. Danach geben Sie Ihren neuen Mitarbeitern Handouts oder Videos, welche diese Erzählungen stützen. Am Schluss üben Sie mit Ihrem Personal diese Verhaltens- und Umgangsregeln.

Rollenspiele

Teamwork und gemeinsames Lernen

Rollenspiele können nicht nur zu Beginn der Karriere in Ihrem Unternehmen ein geeignetes Einschulungskonzept sein, sondern sind auch für Weiterbildungen gut geeignet. Vor allem bei Verkäufern sind Rollenspiele das A und O um sich weiterzuentwickeln. Durch Rollenspiele wird der Umgang mit Kunden immer wieder geübt, dadurch können Sie die Weiterentwicklung Ihrer Mitarbeiter fördern.

Es gibt immer wieder Personen, die sich bei Rollenspielen unwohl fühlen.

Graff Retail beschreibt, wie sie dieses Unwohlsein eliminieren können:

  • Rollenspiele müssen nicht formal sein: Beobachten Sie einfach Ihre Mitarbeiter im Geschäft und zetteln Sie ein Verkaufsgespräch im Lokal mit Ihrem Mitarbeiter an. Bleiben Sie dabei freundlich und in Ihrer Rolle.
  • Rollenspiele müssen nicht vor dem gesamten Team abgehalten werden: Vor allem Mitarbeiter, die sich besonders unwohl bei Rollenspielen fühlen werden Ihnen dankbar sein, wenn sich dieses nur zwischen Ihnen und dem einzelnen Mitarbeiter abspielt.
  • Spielen Sie sowohl den Guten als auch den Bösen.
  • Wenn sich Ihr Team an die Rollenspiele gewöhnt hat, starten Sie jedes Team Meeting mit einem kurzen Rollenspiel mit unterschiedlichen Szenarien.
  • Wenn es zu größeren Gruppenmeetings kommt spielen Sie in der Gruppe das Rollenspiel: Mit der Frage “was würdest du tun?” hat jeder die Chance seine eigene Antwort dazu preiszugeben.

Modulares Training und kontinuierliche Verbesserung

Wer kennt es nicht, gerade im Handel ist der Alltag oft sehr stressig und zeitintensiv. Wenn Ihr Personal unter Zeitdruck leidet, geben Sie diesem die Möglichkeit sich die Trainingsinhalte modular anzueignen. Dies ermöglicht kurze, Trainings-intensive Phasen statt langen Schulungseinheiten.

Auch wenn der neue Mitarbeiter das Einschulungsprogramm abgeschlossen halt, sollten immer wieder Auffrischungen und neue Reize geboten werden. Dadurch können sich Mitarbeiter kontinuierlich verbessern und weiterentwickeln. Auch sollten Sie Ihrem Mitarbeiter regelmäßig Feedback geben, damit dieser einschätzen kann, wo er sich noch verbessern muss und wo er bereits gute Arbeit leistet.

Platz für Kreativität lassen 

Kreativ beim Verkauf

Regeln sind wichtig und müssen auch befolgt werden, allerdings sollten Sie nicht alles genau vorgeben sondern Ihren Mitarbeitern auch die Freiheit lassen kreativ zu sein. Natürlich muss es bestimmte Grundregeln geben, an die sich jeder hält und die zur Unternehmenskultur gehören, seien Sie aber offen für Neues. Wenn ein Mitarbeiter gute Verbesserungsvorschläge bringt versuchen Sie diese in Ihr Unternehmen einzuführen.

Jeder Kunde ist anders, deshalb sollte es auch im Kundenkontakt keine strikten Regeln geben. Das wichtigste ist, den Kunden zufrieden zu stellen, dies muss gewährleistet werden. Auf welche Art und Weise dieses Ziel erreicht wird soll dem Mitarbeiter selbst überlassen sein, solange Kundenzufriedenheit erreicht wird. Jedoch sollten Sie natürlich immer dazu bereit sein Ihre Hilfe anzubieten und Verbesserungsvorschläge zu bringen. Nur so kann eine Verbesserung stattfinden.

Checkliste

Diese Checkliste soll Ihnen helfen, den Überblick zu bewahren und als kurze Zusammenfassung dienen:

  • Sympathie vor Erfahrung: Wenn Ihre Mitarbeiter direkt im Kundenkontakt stehen, sollten diese vor allem freundlich und hilfsbereit sein. Alle anderen Eigenschaften kann Ihr Personal erlernen.
  • Dauer: Die Dauer der Einschulung ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Wichtig ist jedoch, dass Sie genügend Zeit für die Einarbeitung der Mitarbeiter einplanen.
  • Planen: Planen Sie Ihre Einschulung genau. Überlegen Sie sich vor Arbeitsbeginn Ihrer Mitarbeiter was sie in der ersten Woche wissen und lernen müssen.
  • Lerntypen und -Methoden: Lernen Sie Ihre Mitarbeiter besser kennen und berücksichtigen Sie deren Bedürfnisse. Sowohl bei der Einarbeitung, als auch im Arbeitsalltag.
  • Rollenspiele: Planen Sie regelmäßige Rollenspiele ein. Diese können zu Beginn eines Meetings abgehalten werden oder ein fixer Bestandteil einmal pro Monat bei einem eigenen Treffen sein.
  • Freiraum: Stellen Sie Regeln auf, aber lassen Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit deren Kreativität frei zu entfalten.
  • Fehler: Dies geht mit dem vorherigen Punkt einher. Dulden Sie kleine Fehler Ihres Personals, denn durch Fehler lernt man am besten.

ready2order und Mitarbeitereinstellung

Mit der Softwarelösung von ready2order können Ihre Mitarbeiter nicht nur zu jeder Zeit in den Trainingsmodus wechseln um den Umgang mit dem neuen System zu lernen.  Sie können auch unterschiedliche Mitarbeiterrechte vergeben. Damit können Sie einzelne Einstellungen und Zugriffe für einen oder mehrere Mitarbeiter vornehmen oder die Rechte ganz individuell einstellen.

Beispiele für Einschränkungen der Mitarbeiterrechte können sein:

  • Login in die Verwaltungsoberfläche (also dort, wo alle Einstellungen vorgenommen werden)
  • Tagesabschluss durchführen oder Tag eröffnen
  • Umsätze anderer Mitarbeiter sehen
  • Statistiken und Berichte ansehen
  • etc.

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Über den Autor
Kristin Köck
Kristin Köck
Social Media & Content Manager - Als Social Media Manager und Content Creator ist Kristin für die ready2order Website zuständig und kümmert sich um alle Social Media Kanäle. Dabei kennt sie ihre Community genau und weiß, wie man mit der Zielgruppe umgeht. In ihrer Freizeit erkundet sie gerne neue Orte oder besucht Konzerte.

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