Kassen-Tipps

5 Tipps, wie Gastronomen im Lockdown ihre Existenz sichern

Von Julie Mayrhofer | Zuletzt aktualisiert: 7.6.2021

Die von Bund und Ländern am 28. Oktober 2020 beschlossenen Lockdown-Maßnahmen treffen insbesondere die Gastronomie hart. Nach der kurzen Erholungspause im Sommer bleiben Restaurants, Cafés und Bars ab dem den 3. November nun erneut geschlossen. Damit diese große Herausforderung ein wenig leichter zu meistern ist, haben wir fünf Tipps zusammengestellt, wie Gastronomen durch die Krise zu kommen.

Außerdem findest Du hier alle Details zu Überbrückungshilfen und Hilfsprogrammen der Länder.

1. Novemberhilfe 

Der aktuell zur Debatte stehende Vorschlag von Olaf Scholz aus der Bund-Länder-Schalte von Ende Oktober lässt hoffen: Betrieben, die während des zweiten Lockdowns schließen müssen, stehen Ausgleichszahlungen aus Mitteln des Bundes in Aussicht.

Kleine Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern und Solo-Selbständige sollen demnach mit 75% des ausgefallenen Umsatzes entschädigt werden. Die Höhe der Entschädigung bezieht sich dabei auf den durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz des Vorjahres – also von November 2019. Für Gastronomen, die nach November 2019 eröffnet haben, wird der Oktober 2020 als Berechnungsgrundlage angenommen. Insgesamt sollen 10 Milliarden Euro aus Mitteln des Bundes für diese außerordentliche Finanzierungshilfe eingesetzt werden.

Hier kannst Du über die Überbrückungshilfe beantragen

2. Schnellkredite der KfW

Zusätzlich hat der Bund beschlossen, die Schnellkredite der KfW zu erweitern und ab jetzt für kleinere Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten zu öffnen. Weiter sollen die Konditionen der Kredite verbessert werden. Gastronomen können bei ihrer Hausbank einen Kredit von bis zu 300.000 Euro beantragen, um weiter liquide zu bleiben und ihre Existenz sichern. Das Besondere an den verbesserten Konditionen: Die sonst übliche Kreditrisiko-Prüfung entfällt, das Risiko trägt der Bund.

Diese Maßnahme soll auch 2021 noch fortgeführt werden. So erhalten Gastronomen ein bestimmtes Maß an Planungssicherheit und können auf eine stabile finanzielle Grundlage zurückgreifen, um ihre Existenz zu sichern. 

Hier findest Du weitere Informationen zum KfW-Förderassistent

3. Überbrückungshilfen

Auch die Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler sind für Gastronomen relevant. Die Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten, die seit Juli 2020 geleistet werden, sind erneut verlängert worden. Auf der Seite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie findest Du mehr Informationen zu den Überbrückungshilfen.

4. Lieferung & Abholung optimieren

Während des Lockdowns sind die Abholung vor Ort und der Lieferservice die einzigen Einnahmequellen für die Gastronomie. Diese drei Dinge solltest Du unbedingt beachten, damit Du aus beiden Optionen das Maximum an Umsatz erwirtschaften kannst: 

1) Informiere Deine Kunden 

Lass Deine Kunden wissen, dass Du die Abholung vor Ort und/oder einen Lieferservice anbietest. Aktualisiere dazu unbedingt Deine Angaben zu Öffnungszeiten und Hygienekonzept auf Google, Deiner Website und bei Facebook. Auch Tafeln im Außenbereich solltest Du nutzen, um vorübergehende Spaziergänger über Dein Angebot zu informieren. Intensiviere auch Deine Kommunikation auf den sozialen Medien: Lass Deine Stammkunden wissen, dass Du alles tust, damit sie ihre Lieblingsgerichte weiterhin genießen können – und dass sie Dich mit ihrer Bestellung am besten unterstützen.

2) Kontaktlose Bezahlung anbieten

Stelle sicher, dass Deine Kunden kontaktlos bei Dir bezahlen können, insbesondere bei der Abholung vor Ort. Laut einer aktuellen Studie der australischen Wissenschaftsbehörde Csiro kann das Corona-Virus auf glatten Oberflächen wie Geldscheinen oder Smartphones bis zu vier Wochen überleben. Bargeld gilt generell als “Dreckschleuder”, auch wenn sich nur 10% der Keimlast bei Berührung auf die Finger übertragen. Mit der NFC-Funktion von mobilen Kassensystemen mit integrierter Payment-Funktion gehst Du aber auf Nummer Sicher: Mit dem readyP2 kannst Du Visa, Mastercard und alle gängigen EC- und Kreditkarten akzeptieren und dem Trend zur kontaktlosen Zahlung entgegenkommen.

3) Reibungslose Bestellung ermöglichen 

Erweitere Deinen Kundenstamm gerade jetzt und biete einen Lieferservice an. Das kannst Du relativ einfach selbst organisieren:

  • Informiere online, über Flyer oder auf Tafeln vor Ort über Deinen Lieferservice und stelle alle Kontaktdaten zur Verfügung.
  • Hinterlege auch Dein aktuelles Menü unbedingt auf Deinen Profilen in den sozialen Medien.
  • Nimm Bestellungen einfach telefonisch, per Whatsapp oder Facebook-Messenger an.
  • Liefere die Bestellungen in Eigenregie aus. 

Übrigens: Den Bestellvorgang kannst Du auch mit Formularen der Plattform JotForm vereinfachen: Nutze dafür Deinen möglicherweise bestehenden Mailverteiler und Deine Werbeflächen am Lokal, um auf den Lieferdienst aufmerksam zu machen.
Natürlich kannst Du Deinen Lieferservice auch auf Lieferando anbieten: Das vereinfacht den Prozess der Bestellung sowie die Auslieferung, allerdings berechnet die Plattform laut Presseberichten eine Provision von bis zu 20% des Umsatzes. Tausch Dich am besten mit Deinem Netzwerk über Erfahrungen bei der Nutzung von Lieferando aus und wähle die Lösung, die am besten zu Deinem Lokal passt.

4) Preise überprüfen

Stimmen Deine Preise noch, wenn Du im Lokal keine Umsatz machst, Dein Personal möglicherweise auf Kurzarbeit ist und Du Kosten für die Auslieferung einrechnen musst? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um auch Deine Kalkulation zu überprüfen und die Preise anzupassen: Hier findest Du die besten Tipps zur Kalkulation in der Gastronomie.

5. Gutscheine anbieten

Der Verkauf von Gutscheinen ist eine weitere Möglichkeit, um so gut wie möglich durch die Härten des Lockdowns zu kommen: So machst Du jetzt Umsatz und Deine Stammkunden kommen wieder, sobald sich die Türen wieder öffnen. Wir stellen Dir drei Plattformen vor, mit denen Du das Gutscheinprinzip schnell umsetzen kannst:

Pay Now Eat Later

Pay Now Eat Later ist die gemeinnützige, alternative Gutscheinplattform für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Plattform übernimmt die Erstellung der Gutscheinseite für Dich und ist kostenlos. Lediglich eine geringe Transaktionsgebühr für Umsätze, die durch den Gutscheinverkauf eingenommenen wurden, wird erhoben.

Stammi

Besonderer Vorteil dieser Gutscheinplattform: Stammi erhebt keine Kosten für Zahlungsabwicklung und wöchentliche Auszahlung der erwirtschafteten Umsätze. Nutze auch das Angebot der vorgefertigten Flyer, um auf diese Möglichkeit der Unterstützung Deines gastronomischen Angebot aufmerksam zu machen.

HilfeLokal

Die Plattform bietet ein vollwertiges Gutscheinsystem und nimmt Dir die komplette Abwicklung ab. Weiter bietet HilfeLokal eine gute Übersicht: Alle verkauften und eingelösten Gutscheine können online verwaltet werden. Den Umsatz erhältst Du nach 14 Tagen abzüglich einer Kostenpauschale von 3,8%. Und: Wenn Du Dich hier über die Plattform Dish anmeldest, werden die anfallenden Kosten für Registrierung und Provision von der Metro übernommen.

Julie Mayrhofer

Content Manager

Als Content Manager bei ready2order dreht sich für Julie alles um den perfekten Text. Egal ob Blogposts, Reports oder Support-Artikel, sie textet sich die Finger wund. In ihrer Freizeit verschlingt sie Bücher und tobt sich gerne mit allerlei kreativen Hobbys aus.