Kassen-Tipps

Warum Deine Kunden jetzt kontaktlos bezahlen wollen

Sabine Amler
Von Sabine Amler | Zuletzt aktualisiert: 10.6.2021
kartenzahlung kontaktlos

Immer mehr Kunden wollen lieber kontaktlos bezahlen, per Karte oder per Mobile-Payment-App: Die Coronakrise hat diese Entwicklung noch beschleunigt. Zur Vorliebe für kontaktloses Bezahlen tragen Hygienebedenken genauso bei wie der Hang zur Bequemlichkeit – ein Grund mehr, mit Deinem Unternehmen dem Trend zu folgen. 

Dreckschleuder (Bar-)Geld?

Je kleiner der Schein, durch desto mehr Hände geht er – diese Tatsache löst bei vielen Kunden nicht nur in der Pandemie Hygienebedenken aus. Doch wie viele Fakten stecken hinter der Angst vor Ansteckung durch Bargeld?  

Viele Wissenschaftler haben sich schon für das “schmutzige” Geschäft mit dem Bargeld interessiert. Eine Studie des biomedizinischen und pharmazeutischen Instituts aus Nürnberg fand etwa heraus, dass 90% der untersuchten Geldscheine Spuren von Kokain aufwiesen. Zwar dienten nur die wenigsten Geldscheine wirklich dem Konsum, doch im engen Kontakt in Geldbörsen und Kassen kontaminieren sich die Scheine gegenseitig. 

Ein Portemonnaie in der warmen Hosentasche ist ohnehin ein wahres Paradies für eine vielseitige Mischung aus bis zu 3.000 verschiedenen Pilzen, Krankheitserregern, DNA-Schnipseln, Bakterien, Fäkalkeimen und antibiotikaresistenten Viren. Bei der Studie "The Dirty Money Project” fanden amerikanische Forscher neben Spuren von Hund, Katze und Pferd sogar die DNA eines Breitmaulnashorns auf den untersuchten Banknoten. 

Eklig, aber nicht gefährlich

Drogen, Bakterien und Viren? So abstoßend das klingen mag – realistisch betrachtet ist ein Geldschein nicht schmutziger als etwa eine Haltestange in öffentlichen Verkehrsmitteln. Geldscheine sind also nicht per se als potenziell krankmachend einzustufen und nicht gefährlicher als viele andere Oberflächen, die wir im Laufe eines ganz normalen Tages berühren. 

Einen einwandfreien Beweis, dass sich Krankheiten wie Corona vermehrt durch den Umgang mit Bargeld übertragen, gibt es nach Ansicht der deutschen Bundesbank nicht. Zudem haben Fachleute im sogenannten Abklatsch-Test herausgefunden, dass sich bei Berührung nur etwa 10% der Keimlast auf die Finger übertragen. Und auch sie sind völlig ungefährlich, wenn man sich die Hände wäscht, bevor man sich z. B. ins Gesicht greift. Trotzdem hat etwa die chinesische Regierung gebrauchte Banknoten vorsichtshalber zur COVID-Prophylaxe eingezogen und mithilfe von Hitze oder ultraviolettem Licht desinfiziert. In den USA stehen Geldscheine aus Europa und Asien sogar unter Quarantäne. 

Übrigens: Im Gegensatz zu Papiergeld gelten Münzen generell als unbedenklich, da der Kupferanteil in der Legierung desinfizierend wirkt. 

Kontaktloses Bezahlen im Trend

Auch wenn Hygienebedenken nicht ausschlaggebend sind, im Tagesgeschäft kämpfen Deine Kunden gerade jetzt mit logistischen Herausforderungen: Maske, Einkaufswagen, Plexiglastrennwände – in Coronazeiten verführt schon die Bequemlichkeit dazu, kontaktlos zu zahlen. 

Nach einer Meldung des Handelsforschungsinstituts EHI sank der Anteil derer, die Barzahlung nutzen, bereits zu Beginn der Pandemie in Deutschland von 38% auf 18%. Parallel dazu bemerkten Händler nach Angaben des Handelsverbands Deutschland (HDE) eine Steigerung der Kartennutzung um 65%

Generell geht die Tendenz für die Bargeldnutzung in Europa laut ING International Survey (IIS) 2020 deutlich zurück. Mittagessen, Taxi und öffentliche Verkehrsmittel bezahlen viele nach wie vor noch mit Kleingeld, wohingegen der Wocheneinkauf im Durchschnitt mit Karte gezahlt wird.

Die Zahlungsmethode scheint zudem eine Generationenfrage zu sein: Wo ältere Konsumenten sich an Cash halten, greifen vor allem die Jüngeren zum Smartphone. Einer aktuellen Bitkom-Studie zufolge gaben Ende 2020 sogar 79% der Befragten an, lieber mit Karte oder Smart Device statt mit Bargeld zu zahlen – eine deutliche Steigerung. Auch die Bezahlung per Apple Pay, Google Pay oder Bank-App nimmt zu. Und dabei wird es wohl auch nach der Pandemie bleiben, so zumindest die Erkenntnis der EZB.

Mit dem Angebot kontaktloser Kartenzahlung gehst Du in Deinem Unternehmen also nicht nur auf Nummer Sicher, sondern garantierst Deinen Kunden auch zeitgemäßen Komfort.

NFC: Komfortabel, keimfrei und kontaktlos

NFC steht für Nahfeldkommunikation (engl. “Near Field Communication”). Voraussetzung für den kontaktlosen Datenaustausch per RFID-Technik sind eine NFC-fähige Kontaktstelle und ein geeigneter Chipkartenleser.

Das Einstecken der Karte oder die Übergabe von Bargeld entfallen dabei – d. h. es kommt zu keinem Kontakt zwischen Übertragungsmedium und Empfänger: Die Zahlung erfolgt, indem eine kleine Antenne am POS und ein Chip in der Karte die nötigen Daten sicher per Tokenization übertragen.

Kleinere Beträge kommen dabei ohne PIN aus. Je höher der Zahlbetrag, desto eher greift der europäische Durchschnittskunde zu bewährten Zahlungsmethoden mit PIN – NFC wird daher vor allem beim sogenannten Micropayment genutzt.

Kontaktlos bereit – mit dem readyGo

Mit einem modernen Kassensystem und der passenden Hardware wie z. B. dem mobilen readyGo bietest Du Deinen Kunden ganz bequem bargeld- und kontaktlose Zahlungsmöglichkeiten zur Kartenzahlung: Bei einer Kredit- oder EC-Karte mit integriertem NFC-Chip genügt es die Karte ans Bezahlterminal zu halten. Die PIN-Eingabe auf einer (möglicherweise kontaminierten) Oberfläche entfällt also vollständig.

Wir erklären, was Du für die kontaktlose Zahlung mit NFC und Smartphone brauchst und wie Du mit Kartenzahlung & Co. sogar Deinen Umsatz steigern kannst.

Falls hier doch Bedenken auftreten: Genau wie Geldscheine gelten Tastaturen von Kartenlesegeräten als weitgehend ungefährlich. Von Haut zu Oberfläche bzw. umgekehrt übertragen sich bei der PIN-Eingabe kaum Keime, und sorgfältiges Händewaschen beugt hier zusätzlich Infektionen vor. Für ein Extra an Sicherheit ist natürlich auch regelmäßige Reinigung und Desinfektion der Geräte bzw. Oberflächen zu empfehlen. So bleibt Deine Kasse in jeder Hinsicht sauber.

An welche Regeln solltest Du Dich während der Pandemie noch halten? Informiere Dich, welche Richtlinien in Deinem Bundesland noch zur Vermeidung von Corona gelten.
Sabine Amler

Sabine Amler

Senior Content Manager

Als gelernte Buchhändlerin kennt Sabine beide Seiten der Ladentheke. Bei ready2order kümmert sie sich um alles, was man mit 26 Buchstaben plus Umlaute ausdrücken kann. Dabei trägt sie nahezu ständig Kopfhörer und hört jede Menge Rock’n’Roll – natürlich mit guten Texten.

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