Kassen-Tipps

5 Tipps, wie Gastronomen im Lockdown ihre Existenz sichern

Julie Mayrhofer. ready2order.
Von Julie Mayrhofer | Zuletzt aktualisiert: 10.6.2021
Patisserie Creme de la Creme

Am Samstag, den 31. Oktober 2020, wurde in einer Pressekonferenz verkündet, dass ab dem 3. November erneut Lockdown-Maßnahmen in Kraft treten werden. Diese treffen insbesondere die Gastronomie hart. Nach der kurzen Erholungspause im Sommer bleiben Restaurants, Cafés und Bars nun erneut geschlossen. Schaffst Du eine solide Verbindung zu Deinen Kunden, hast Du das beste Fundament für ein reibungsloses Empfehlungsmarketing gelegt.

Damit diese große Herausforderung ein wenig leichter zu meistern ist, haben wir fünf Tipps zusammengestellt, wie Gastronomen durch die Krise zu kommen.

1. Außerordentliche Finanzierungshilfe 

Betrieben, die jetzt schließen müssen, stehen Ausgleichszahlungen in Aussicht.

Die Höhe der Entschädigung bezieht sich dabei auf den durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz des Vorjahres – also von November 2019. Bis zu 80% des durchschnittlichen Wochenumsatzes soll demnach ausgezahlt werden. Für Gastronomen, die nach November 2019 eröffnet haben, soll es eine Fixkostenzuschuss-II-Lösung geben. Dieser errechnet sich nach dem durchschnittlichen Umsatz der vergangenen Monate. 

Die Höhe des Zuschusses wird durch Steuerdaten automatisch berechnet, die Beantragung erfolgt über Finanzhttps://ready2order.com/at/post/registrierkasse-kleinunternehmer-finanzonline/Online (Ende der Beantragungsfrist ist der 21. Januar 2021). Insgesamt soll eine Milliarde Euro für diese außerordentliche Finanzierungshilfe eingesetzt werden. 

Hier findest Du weitere Informationen zum Umsatzersatz.

2. Garantien der Republik

Um kleinen und mittelständischen Betrieben schnell und unbürokratisch zu helfen, übernimmt die Republik übernimmt die volle Haftung für Betriebsmittelkredite. Gastronomen können bei ihrer Hausbank hier einen Kredit von bis zu 500.000 Euro beantragen, um weiter liquide zu bleiben und so ihre Existenz zu sichern.

Der Kreditbetrag darf dabei nicht höher sein als 

  • die doppelte jährliche Lohn- und Gehaltssumme, 
  • 25% des Gesamtumsatzes oder 
  • Liquiditätsbedarf für die kommenden 18 Monate (in angemessen begründeten Fällen)

Hier findest Du weitere Informationen zum Corona-Hilfsfonds.

3. Härtefallfonds

Die Härtefallfonds für Kleinstunternehmen mit bis zu neun Mitarbeitern, neue Selbständige und freie Dienstnehmer können der Gastronomie ebenfalls helfen. Unterstützt werden dabei Unternehmen, die in dem Zeitraum 16. März bis 15.Dezember 2020 wirtschaftlich eindeutig bedroht sind. Ansuchen für die Auszahlungsphase 2 können bei der Wirtschaftskammer Österreich online eingebracht werden.

Hier findest Du mehr Informationen zu den Härtefallfonds

4. Lieferung & Abholung optimieren

Während des Lockdowns sind die Abholung vor Ort und der Lieferservice die einzigen Einnahmequellen für die Gastronomie. Diese drei Dinge solltest Du unbedingt beachten, damit Du aus beiden Optionen das Maximum an Umsatz erwirtschaften kannst: 

1) Informiere Deine Kunden 

Lass Deine Kunden wissen, dass Du die Abholung vor Ort und/oder einen Lieferservice anbietest. Aktualisiere dazu unbedingt Deine Angaben zu Öffnungszeiten und Hygienekonzept auf Google, Deiner Website und bei Facebook. Auch Tafeln im Außenbereich solltest Du nutzen, um vorübergehende Spaziergänger über Dein Angebot zu informieren. Intensiviere auch Deine Kommunikation auf den sozialen Medien: Lass Deine Stammkunden wissen, dass Du alles tust, damit sie ihre Lieblingsgerichte weiterhin genießen können – und dass sie Dich mit ihrer Bestellung am besten unterstützen.

2) Kontaktlose Bezahlung anbieten

Stelle sicher, dass Deine Kunden kontaktlos bei Dir bezahlen können, insbesondere bei der Abholung vor Ort. Laut einer aktuellen Studie der australischen Wissenschaftsbehörde Csiro kann das Corona-Virus auf glatten Oberflächen wie Geldscheinen oder Smartphones bis zu vier Wochen überleben. Bargeld gilt generell als “Dreckschleuder”, auch wenn sich nur 10% der Keimlast bei Berührung auf die Finger übertragen. Mit der NFC-Funktion von mobilen Kassensystemen mit integrierter Payment-Funktion gehst Du aber auf Nummer Sicher: Mit dem readyGo kannst Du Visa, Mastercard und alle gängigen EC- und Kreditkarten akzeptieren und dem Trend zur kontaktlosen Zahlung entgegenkommen.

3) Reibungslose Bestellung ermöglichen 

Erweitere Deinen Kundenstamm gerade jetzt und biete einen Lieferservice an. Das kannst Du relativ einfach selbst organisieren:

  • Informiere online, über Flyer oder auf Tafeln vor Ort über Deinen Lieferservice und stelle alle Kontaktdaten zur Verfügung.
  • Hinterlege auch Dein aktuelles Menü unbedingt auf Deinen Profilen in den sozialen Medien.
  • Nimm Bestellungen einfach telefonisch, per Whatsapp oder Facebook-Messenger an.
  • Liefere die Bestellungen in Eigenregie aus. 

Übrigens: Den Bestellvorgang kannst Du auch mit Formularen der Plattform JotForm vereinfachen: Nutze dafür Deinen möglicherweise bestehenden Mailverteiler und Deine Werbeflächen am Lokal, um auf den Lieferdienst aufmerksam zu machen.
Natürlich kannst Du Deinen Lieferservice auch auf Lieferando anbieten: Das vereinfacht den Prozess der Bestellung sowie die Auslieferung, allerdings berechnet die Plattform laut Presseberichten eine Provision von bis zu 20% des Umsatzes. Tausch Dich am besten mit Deinem Netzwerk über Erfahrungen bei der Nutzung von Lieferando aus und wähle die Lösung, die am besten zu Deinem Lokal passt.

4) Preise überprüfen

Stimmen Deine Preise noch, wenn Du im Lokal keinen Umsatz machst, Dein Personal möglicherweise auf Kurzarbeit ist und Du Kosten für die Auslieferung einrechnen musst? Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um auch Deine Kalkulation zu überprüfen und die Preise anzupassen: Hier findest Du die besten Tipps zur Kalkulation in der Gastronomie.

5. Gutscheine anbieten

Der Verkauf von Gutscheinen ist eine weitere Möglichkeit, um so gut wie möglich durch die Härten des Lockdowns zu kommen: So machst Du jetzt Umsatz und Deine Stammkunden kommen wieder, sobald sich die Türen wieder öffnen. Wir stellen Dir drei Plattformen vor, mit denen Du das Gutscheinprinzip schnell umsetzen kannst:

Pay Now Eat Later

Pay Now Eat Later ist die gemeinnützige, alternative Gutscheinplattform für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Plattform übernimmt die Erstellung der Gutscheinseite für Dich und ist kostenlos. Lediglich eine geringe Transaktionsgebühr für Umsätze, die durch den Gutscheinverkauf eingenommenen wurden, wird erhoben.

Stammi

Besonderer Vorteil dieser Gutscheinplattform: Stammi erhebt keine Kosten für Zahlungsabwicklung und wöchentliche Auszahlung der erwirtschafteten Umsätze. Nutze auch das Angebot der vorgefertigten Flyer, um auf diese Möglichkeit der Unterstützung Deines gastronomischen Angebot aufmerksam zu machen.

Vorfreude kaufen

Vorfreude kaufen ist eine Initiative von Gästen für Gastgeber, damit ihre Lieblingsgastronomie erhalten bleibt. Hier kannst Du das Anmeldeformular ausfüllen.

Julie Mayrhofer. ready2order.

Julie Mayrhofer

Content Manager

Als Content Manager bei ready2order dreht sich für Julie alles um den perfekten Text. Egal ob Blogposts, Reports oder Support-Artikel, sie textet sich die Finger wund. In ihrer Freizeit verschlingt sie Bücher und tobt sich gerne mit allerlei kreativen Hobbys aus.

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