Brauchen Gastronomen in fünf Jahren überhaupt noch eine klassische Kasse oder übernimmt bald das Smartphone der Gäste diese Funktion? Mit dieser provokanten Frage an Markus Bernhart, CEO von ready2order, startet Gastgeber Markus Wessels die aktuelle Folge des „Küchenherde“-Podcasts.
Nach diesem rasanten Einstieg geht es nicht nur um die Zukunft von Kassensystemen, sondern auch um neue Geschäftsmodelle, verändertes Kaufverhalten und die Rolle von KI im Kassenbereich.
Eines wird dabei schnell klar: Die Kasse verschwindet nicht, aber sie verändert sich. Doch statt schwerfälliger Hardware rücken zunehmend flexible, cloudbasierte Software und ein gemeinsamer Knotenpunkt für verschiedene Anwendungen in den Mittelpunkt.
Bei der Gründung 2015 war ready2order eines der ersten Unternehmen, die cloudbasierte Kassensysteme entwickelt haben: eine flexible Software, die Nutzer auf einem Gerät ihrer Wahl verwenden konnten. Mittlerweile ist eine Entwicklung der Registrierkassen im Gange – weg von herstellergebundener, teurer Hardware hin zu interaktiven Softwarelösungen.
Die Vorteile für die Nutzer liegen dabei klar auf der Hand:
Das Kassengerät fungiert immer mehr als „Enabler“ und ist nicht mehr das Kernprodukt. Kassenhändler wie ready2order geben ihre Hardware teilweise sogar unter Einkaufspreis ab.
Hardware-Lebenszyklen von 3–5 Jahren sind hier also kein teures Problem mehr, sondern ermöglichen regelmäßige Modernisierung ohne übermäßig teure Investitionen. Und das macht auch die Unternehmer selbst flexibler: Sie müssen sich weniger mit der Technik beschäftigen und sich mehr aufs Geschäft konzentrieren.
Entsprechend wandelt sich auch der Vertrieb von Kassensystemen. Früher dominierten lokale Händler mit Vor-Ort-Installationen und persönlicher Wartung. Heute setzen moderne Anbieter auf einfache Online-Einrichtung und digitalen Support.
Die Vorteile sieht Markus Bernhart dabei pragmatisch aus Nutzersicht:
Während viele Betriebe noch am traditionellen Modell festhalten, gewinnen serviceorientierte, digitale Ansätze klar an Bedeutung.
Zukunftsentscheidend sind für Markus dabei offene API-Schnittstellen: Statt einer spezialisierten Plattform, die alle Dienste gebündelt anbindet, sieht er die Chance eher in einem flexiblen Ökosystem, vergleichbar dem Apple- oder Android-Universum mit den jeweiligen App-Stores. So könnten Nutzer die Anwendungen kombinieren, die ihr Betrieb erfordert, flexibel bleiben und neue Services jederzeit anbinden.
Entscheidend ist für Markus dabei weniger der Unterschied zwischen digitaler Software und analogem Anbieter. Ihm geht es um den Nutzerwunsch nach einem verlässlichen Partner, der langfristig unterstützt. Und genau hier setzt ready2order mit automatisierten Prozessen z.B. bei Steueränderungen, Trendwissen z.B. zum Thema Kartenzahlung und viel persönlicher Unterstützung an.
Der Servicegedanke ist ein zentrales Thema im “Küchenherde”-Podcast: Moderne Kassenanbieter verstehen sich nicht mehr als Hardware-Verkäufer, sondern als Dienstleistungspartner.
ready2order setzt auf:
Gerade beim Thema Optimierung kommt für Markus Bernhart auch das Thema KI ins Spiel: Künstliche Intelligenz ist hier oft nicht direkt sichtbar, aber bereits im Einsatz.
Markus erinnert sich gern an sein digitales Erweckungserlebnis aus der Zeit als McDonald’s noch vor Einführung der Bestellbildschirme seine Kunden mithilfe der Bestell-Option per Smartphone aktiv an Selbstbestellprozesse heranführte. Self-Ordering in Verbindung mit Vorbestellen und mobilem Payment prägen heute in immer mehr gastronomischen Bereichen das Gästeerlebnis, auch in Deutschland. ready2order deckt mit seinem eigenen Zahlungsdienst readyPay bereits den Bereich der bargeldlosen Zahlung ab und legt damit den Grundstein für weitere Entwicklungen im digitalen bereich.
Dennoch sieht Markus Bernhard keine vollständig kassenlose Zukunft. Seine Vision ist vielmehr ein intelligentes Hybridmodell aus digitalem und analogem Erlebnis:
Das Ziel: Wartezeiten sollen verschwinden, Servicequalität steigen.
Das Kassensystem bleibt für Markus dabei das operative Herzstück des Betriebs, denn hier laufen Bestellprozesse, Abrechnung, Buchhaltung und gesetzliche Anforderungen nach wie vor zusammen.
Das Kassensystem stirbt also nicht. Es wird smarter, cloudbasierter und stärker vernetzt. Und mit dem richtigen Partner an der Seite wird es zum strategischen Erfolgsfaktor. Entsprechend versteht Markus Bernhart auch ready2order nicht als reiner Kassenverkäufer, sondern als langfristiger Begleiter auf dem Weg zur Digitalisierung.
Du willst die Einzelheiten zu Markus’ Vision zum Kassensystem erfahren? Dann hör gern direkt einmal hinein in den “Küchenherde”-Podcast.
Markus Bernhart
CEO & Co-Founder ready2order
Markus kombiniert unternehmerische Expertise mit einer klaren Vision für schnelles Kassensystem und Payment. Seine rechts- und betriebswirtschaftliche Ausbildung sowie seine Erfahrung als Geschäftsführer ermöglichen ihm, praxisnahe und maßgeschneiderte Lösungen für kleine Unternehmen zu entwickeln – insbesondere bei der Digitalisierung ihrer Prozesse.
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