Marketing

Restaurant-Werbung: So bringst Du Gäste in Deine Gastronomie

Von Katharina Hoelzl | Zuletzt aktualisiert: 9.2.2021

Wenn es um Werbung für Dein Restaurant geht, dann sind die Möglichkeiten fast grenzenlos. Dein Budget ist es aber vermutlich nicht – deswegen kommt hier unser Crashkurs für günstiges und gezieltes Marketing in der Gastronomie.

Schritt 1: Finde eine Werbestrategie für Dein Restaurant

Damit Dein Werbebudget nicht verpufft, mach Dir vorab ein paar grundlegende Gedanken. Am besten setzt Du Dich mit einigen Personen aus Deinem Team zusammen und beantwortest mit ihnen kurz und knapp (auf einem Blatt) diese drei Kernfragen:

1) Was zeichnet Deine Gastronomie besonders aus?

Ist es die wöchentlich wechselnde, saisonale Speisekarte? Oder die exotische Küche, die es in der Umgebung kein zweites Mal gibt? Verwendest Du ausschließlich regionale Bio-Lebensmittel?

Wenn Du diese Frage nicht mit einem eindeutigen Alleinstellungsmerkmal beantworten kannst, dann ist jetzt die Zeit gekommen, um Dir ein schlüssiges Konzept zu erarbeiten. Denn nichts ist schlimmer als im trüben Wasser der Mittelmäßigkeit zu treiben.

Unser Tipp: Sorge dafür, dass nicht nur (!) der Preis für Deine Gerichte die Antwort auf diese Frage ist – hier gibt es hilfreichen Rat zur Gastro-Konzeptfindung.

2) Wer ist Deine Zielgruppe?

Wer kommt in Dein Restaurant? Und wen möchtest Du außerdem gerne zukünftig als Kunden begrüßen dürfen? Zeichne ein klares Bild von Deinem Wunschgast: Wie alt ist er? Was macht er beruflich und in seiner Freizeit? Welche Wünsche oder Bedürfnisse hat Dein Gast? Wofür gibt er Geld aus? Je klarer das Bild ist, desto leichter wird es, die passenden Werbebotschaften zu formulieren und diese in den passenden Medien auszuspielen.

3) Was ist Dein Werbeziel?

Umsatz steigern, klar doch! Hier hast Du drei Möglichkeiten: Du kannst neue Gäste anziehen, aus Laufkunden Stammkunden machen oder mehr Umsatz mit den Gästen generieren, die gerade an Deinen Tischen sitzen.

Neukunden zu gewinnen ist dabei die teuerste und aufwendigste Variante: Konzentriere Dich daher nicht nur darauf, bekannter zu werden. Baue auch eine Beziehung zu Deinen Stammgästen auf: Je besser Du sie und ihre Wünsche kennst, desto besser kannst Du Dein Angebot auf sie anpassen – und sie per Newsletter oder mit Social Media informieren und zu einem erneuten Besuch verführen. Auch zusätzlichen Umsatz generierst Du so: Finde heraus, was gewünscht wird, und werbe sichtbar und direkt im Restaurant dafür. Dieser Weg ist auch ein klassischer Einstieg ins Empfehlungsmarketing.

Unser Tipp: Zerlege Dein großes Ziel (z. B. “mehr Umsatz”) in kleinere, messbare Ziele, z. B.

  • xx% mehr Umsatz im Bereich Getränke durch gesteigerten Cocktailverkauf
  • xx% mehr Umsatz durch aktive Empfehlung der Vorspeise des Tages
  • xx neue positive Bewertungen
  • xx% Steigerung beim Gutscheinverkauf

Definiere zudem einen klaren Zeitraum, in dem Du das Ziel erreichen willst, z. B. innerhalb der nächsten 12 Monate oder in der 3-monatigen Außenbetriebssaison. So hast Du eine klare Richtung und kannst Deine Werbeerfolge leichter vergleichen.

Formuliere eine klare Werbebotschaft

Jetzt geht’s los: Formuliere Deine Werbung. Ideen für eine klare Werbebotschaft sind etwa

  • “Frische Pizza in 30 Minuten oder Geld zurück“ (Dominos Pizza)
  • “Unsere Tomaten kommen aus Neapel – unser Pizzakoch auch.“
  • “Bring A Friend – 2 Cocktails zum Preis von 1”
  • “10% Rabatt auf unser regionales Mittagsmenü”

Schritt 2: Sorge für eine digitale und analoge Basis

Ob Schilder, Speisekarten, Visitenkarten oder T-Shirts – um in gedruckter Form mit Deiner Gastronomie sichtbar zu werden, brauchst Du eine ganze Menge Werbematerial.

Investiere dafür unbedingt in ein professionelles Logo, ein klares Design und auch in gute Fotos. Achte darauf, dass Dein optisches Auftreten überall einheitlich ist: Diese wiedererkennbare sogenannte Corporate Identity (CI) macht sich bezahlt. Warum? Mit einem einheitlichen Logo bleibst Du Deinen (potenziellen) Gästen in Erinnerung – egal, ob sie Deine Werbung in einer Zeitung, auf einem Plakat, im Internet oder auf der Schautafel vor Deiner Tür sehen.

Neben der gedruckten Ausstattung ist auch die digitale Basis ein Muss. Denn was Google nicht findet, das gibt es eigentlich nicht.

Damit Google Dich und Dein Restaurant findet und die digitale Restaurant-Werbung gewinnbringend platzieren kannst, brauchst Du eine Webseite – das kann eine selbstständige Website, aber auch eine Facebook-Seite sein. Du kannst sie – vor allem Anfang – obendrein einfach halten: Sie sollte jedoch ansprechend und informativ sein und mit den Suchbegriffen, die zu Deinem Restaurant passen (z. B. “Italiener in Neustadt”) auffindbar sein. Trage Dein Unternehmen außerdem mit vollständigen Daten wie Adresse, Öffnungszeiten und Fotos bei Google My Business  ein – so findet Dich Dein Gast bei seiner Suche auf Google und Google Maps.

Die digitale Investition lohnt sich: Laut einer Studie von BrightLocal werden lokale Unternehmen 33 Mal pro Tag über lokale Suchanfragen im Internet angezeigt. Jetzt musst Du diese Interessenten nur noch mit Deinem Angebot überzeugen.

Schritt 3: Wähle Deine Werbekanäle

Den einen perfekten Kanal gibt es nicht, vielmehr macht es die Mischung von digitalen und analogen Werbemitteln. Die richtigen Kanäle findest Du, wenn Du noch einmal einen Blick auf Deine Ziele und Deine Zielgruppe wirfst: Was und wen willst Du erreichen? Wo könntest Du am besten Kontakt herstellen?

Lokale Werbung wirkt genau

Für einen Restaurantbesuch begeistern wirst Du (neue) Gäste vor allem, wenn sie sich bereits in Deiner Nähe befinden:

  • Sei leicht zu finden: Sorge für eine klare Beschilderung, Wegweiser und Außenwerbung in Deiner unmittelbaren Umgebung.
  • Konzentriere Dich auf Deine Umgebung: Schalte Anzeigen auf Facebook und Google mithilfe der Geo-Targeting-Funktion. So kann Dich ein Suchender, der in Deiner Nähe ist, im Internet finden. Hier findest Du kostenlose Marketing-Tools für die Umsetzung.
  • Biete Kostproben an: Du zielst auf Mittagsbesucher ab? Besuche Unternehmen in der Nähe kurz vor der Mittagspause und nimm eine leckere Kostprobe mit – und natürlich auch Flyer mit Werbung und Deiner Speisekarte.
  • Erzähle von Dir! Immer und immer wieder: Kontaktiere die Journalisten bei Deinen Lokalmedien: Lade sie zum Probeessen ein und informiere sie regelmäßig über Neuigkeiten. Das kann eine Pressemeldung zur Eröffnung sein, eine Einladung zum nächsten Event in Deinem Lokal oder ein neuer Koch, den Du vorstellst.

Newsletter & Social Media nutzen

Wenn Du der Lokalzeitung von Neuigkeiten in Deinem Restaurant erzählst, dann solltest Du auch Deine Stammkunden informieren. Immerhin kostet es 4–6 Mal mehr, einen neuen Gast zu gewinnen als einen Stammgast wieder ins Lokal zu locken.

Starte etwa einen Newsletter, für den sich Deine Gäste anmelden können. Erstelle außerdem eine Facebook-Fanpage oder ein Profil auf Instagram und teile dort Dein Angebot. Bei uns findest Du auch Tipps, wie Du am besten mit Fotos Instagram bestückst und erhältst darüber hinaus weitere Einsteiger-Tipps für Social Media in der Gastronomie.

Tipps & Empfehlungen sammeln – von Gästen und Mitarbeitern

„Hat es Ihnen bei uns gefallen? Dann freuen wir uns über eine Google-Bewertung.“ So könntest Du zum Beispiel ganz locker beim Bezahlen Deine Gäste daran erinnern, Dich im Internet zu empfehlen. Stelle vielleicht sogar einen QR-Code bereit, den Deine Gäste scannen können, um gleich auf die richtige Bewertungsseite zu gelangen.

Mundpropaganda ist offline genauso wichtig wie online; Vergiss daher nicht, dass Deine Mitarbeiter genauso wichtige Botschafter für Deine Gastronomie sind wie Deine Gäste. Sie können Tagesgerichte oder aktuelle Angebote aktiv empfehlen – und wenn sie regelmäßig Häppchen kosten dürfen, wissen sie auch, wie alles schmeckt, und können überzeugt Gerichte empfehlen und unschlüssige Gäste beraten.

Ein gutes Arbeitsklima trägt außerdem dazu bei, dass Deine Mitarbeiter sich wohlfühlen – und eine angenehme Atmosphäre überträgt sich nicht nur auf die Gäste, sondern ist neben leckerem Essen auch ein guter Grund zum Wiederkommen.

Kreative Kooperationen finden

Gemeinsam erreicht man mehr:

  • Nutze die Reichweite der anderen: Bestimmt gibt es passende benachbarte Geschäfte oder Unternehmen, deren Flyer Du in Deinem Lokal auslegen kannst. Im Gegenzug bittest Du sie, dass sie Deine Gastronomie zum Beispiel in ihrem Newsletter bewerben oder Deine Flyer auslegen. Achte dabei aber darauf, dass alles zusammenpasst: Ein illustrierter Flyer für Fußpflege sollte z. B. nicht neben den Tellern Deiner Gäste auftauchen.
  • Lade Blogger und andere Influencer zu einer Veranstaltung oder zum Testessen ein, damit sie im Gegenzug Fotos von Deinem Essen posten (natürlich mit Links zu Deiner Website und einem Hinweis, wo sie gegessen haben).
  • Nutze besondere Feiertage für Aktionen oder Events – am 23. April ist etwa der Tag des Deutschen Bieres.

Einfach ausprobieren

Erfolg ist auch in der Restaurant-Werbung kein Zufall. Es gilt – wie bei den meisten Dingen –, dass Übung den Meister macht. Damit Du herausfindest, ob Du Dein Ziel erreicht hast, kannst Du auch Dein ready2order Kassensystem nutzen: Hier findest Du mithilfe der Umsatzstatisten heraus, welche Gerichte und Getränke durch gezielte Werbung angezogen haben – oder welche Posten Du bewusst von der Karte nehmen kannst, um die Einsparungen an anderer Stelle besser zu investieren. Gutscheine und Rabattaktionen kannst Du in Deinem Kassensystem ebenfalls tracken und nachverfolgen.

  1. Was ist dein Ziel?

Umsatz steigern, klar doch! Dazu hast du drei Möglichkeiten: Du bringst neue Gäste in dein Lokal. Du sorgst dafür, dass Gäste, die schon einmal da waren, öfter kommen. Oder du generierst mehr Umsatz mit Kunden, die bereits bei dir am Tisch sitzen. Neukunden zu gewinnen ist die teuerste und aufwendigste Variante. Konzentriere dich darum nicht nur darauf. Baue auch eine Beziehung zu deinen Stammgästen auf und lerne sie richtig gut kennen. Je besser du sie kennst, desto eher kannst du sie zum Beispiel über deinen Newsletter oder mit Social Media über dein Angebot informieren. Tipp: Brich dein großes Ziel (mehr Umsatz) in kleinere, messbare Ziele runter. Definiere zudem einen klaren Zeitraum, in dem du das Ziel erreichen willst. Zum Beispiel: 50 positive Bewertungen im nächsten Jahr. So verzettelst du dich nicht und kannst immer wieder überprüfen, ob du auf dem richtigen Weg bist.
Jetzt geht’s los: Formuliere deine Positionierung. Beispiele für eine klare Werbebotschaft: „Frische Pizza in 30 Minuten oder Geld zurück“ (Dominos Pizza) oder „Unsere Tomaten kommen aus Neapel – unser Pizzakoch auch.“

Also: Wofür steht dein Restaurant? Womit stichst du hervor? Welches Bedürfnis deiner Gäste erfüllst du besonders gut?

Schritt #2: Sorge für eine solide Basis – digital und analog

Ob Schilder, Speisekarten, Visitenkarten oder T-Shirts – für deine Gastronomie brauchst du eine ganze Menge gedrucktes Werbematerial, um sichtbar zu werden. Investiere dafür unbedingt in ein professionelles Logo und auch in gute Fotos. Achte darauf, dass dein optisches Auftreten überall einheitlich ist. Eine wiedererkennbare Corporate Identity macht sich bezahlt. Warum? Weil du deinen Gästen mit einem einheitlichen Erscheinungsbild in Erinnerung bleibst – egal ob sie dein Unternehmen in einer Zeitung, auf einem Plakat oder im Internet sehen.

Lokale Unternehmen werden 33 Mal pro Tag gefunden

Neben der gedruckten Basisausstattung, ist auch die digitale ein Muss. Denn: Was Google nicht findet, das gibt es eigentlich nicht. Damit es dich im Internet gibt, brauchst du eine Webseite, wenn auch nur eine einfache. Die Webseite sollte ansprechend, informativ und mit den richtigen Suchbegriffen auffindbar sein. Immerhin werden laut einer Studie von BrightLocal lokale Unternehmen 33 Mal pro Tag über lokale Suchanfragen im Internet angezeigt. Trage deine Unternehmen mit vollständigen Daten wie Adresse, Öffnungszeiten und Fotos bei Google My Business  ein – so findet dich dein Gast bei einer Suche auf Google und Google Maps.

Schritt #3: Wähle deine Kanäle

Lokale Werbung wirkt
In der Gastronomie willst du vor allem Gäste anziehen, die in deiner Nähe sind.

  • Sorge für eine klare Beschilderung, Wegweiser und Außenwerbung in deiner Umgebung.
  • Was für die analoge Welt gilt, gilt ebenso für die digitale: Schalte Anzeigen auf Facebook und Google und nutze dafür unbedingt Geo-Targeting. So kann dich ein Suchender, der in deiner Nähe ist, im Internet finden. Hier findest du 6 kostenlose Marketing Tools die dir dabei helfen.
  • Du zielst auf Mittagsbesucher ab? Besuche Unternehmen in der Nähe kurz vor der Mittagspause und nimm eine kleine, nette Kostprobe mit einer Speisekarte mit.
  • Erzähle von dir! Immer und immer wieder: So schreiben Lokalmedien über dich. Recherchiere die passenden Journalisten. Informiere sie regelmäßig über Neuigkeiten. Das kann eine Pressemeldung zur Eröffnung sein, eine Einladung zum nächsten Event in deinem Lokal oder ein neuer Koch, den du vorstellst.

Newsletter & Social Media
Wenn du der Lokalzeitung von deinem Restaurant erzählst, dann solltest du auch deinen Stammkunden von den Neuigkeiten berichten. Immerhin kostet es 4-6 Mal mehr einen neuen Gast zu gewinnen, als einen Stammgast wieder ins Lokal zu locken. Starte einen Newsletter, für den sich deine Gäste anmelden können. Deine Zielgruppe ist auf Facebook oder Instagram? Dann solltest Du an Deiner Onlinepräsenz arbeiten, z.B. mit einer Facebook Fanpage oder einem Profil auf Instagram und teile dort dein Angebot. Hier findest du weitere Tipps für Social Media in der Gastronomie.

Empfehlungen sammeln
„Hat es Ihnen bei uns gefallen? Dann freuen wir uns über eine Google-Bewertung.“ So könntest du zum Beispiel ganz locker beim Bezahlen deine Gäste daran erinnern, dich im Internet zu empfehlen. Mundpropaganda ist offline aber genauso wichtig wie online. Vergiss dabei nicht: Nicht nur deine Gäste, auch deine Mitarbeiter sind wichtige Botschafter für deine Gastronomie. 

Kreative Kooperationen

  • Nutze die Reichweite der anderen! Bestimmt gibt es Partnerfirmen, deren Flyer du in deinem Lokal auflegen kannst. Im Gegenzug bittest du sie, dass sie deine Gastronomie zum Beispiel in ihrem Newsletter bewerben.
  • Lade Blogger und andere Influencer zu einer Veranstaltung oder zum Testessen ein.
  • Nutze besondere Feiertage für Aktionen oder Events, am 23. April ist etwa der Tag des Deutschen Bieres.

Den einen richtigen Kanal gibt es nicht. Die Mischung macht’s! Fragt sich nur: Welche? Du findest die richtigen Kanäle, wenn du  jetzt noch einmal einen Blick auf deine Ziele und die Zielgruppe wirfst.

Katharina Hoelzl

ehem. SEO & Content Manager

Als SEO & Content Strategin was Katharina bis 2020 bei ready2order dafür zuständig, dass hilfreiche Inhalte erstellt und gefunden werden.