Marketing in der Gastronomie: Welche Werbung bringt Gäste in dein Restaurant?

Wenn es um Werbung für dein Restaurant geht, dann scheinen die Möglichkeiten fast grenzenlos zu sein. Dein Budget ist es aber mit Sicherheit nicht (es sei denn du bist McDonald’s). Hier kommt unser kleiner Marketing Crashkurs für die Gastronomie in drei Schritten.

Schritt #1: Finde eine Strategie für dein Restaurant

Damit dein Geld für Gastro-Werbung nicht sinnlos verpufft, solltest du dir vorab ein paar grundlegende Gedanken machen. Trommle ein kleines Team zusammen und beantworte an einem Vormittag auf einem A4-Blatt diese drei Kernfragen:

  1. Was zeichnet deine Gastronomie besonders aus?

Ist es deine wöchentlich wechselnde Speisekarte? Oder die Küche, die es sonst in der Umgebung kein zweites Mal gibt? Verwendest du ausschließlich regionale Lebensmittel? Wenn du noch kein eindeutiges Alleinstellungsmerkmal hast, dann ist jetzt die Zeit gekommen, um dir eines zu erarbeiten. Nichts ist schlimmer als im Meer der Mittelmäßigkeit zu verschwinden. Tipp: Sorge dafür, dass nicht der Preis die letzte Antwort auf diese Frage ist.

  1. Wer ist deine Zielgruppe? 

Wer kommt zu dir ins Restaurant? Wen möchtest du gerne zukünftig als Gast begrüßen dürfen? Zeichne ein klares Bild von deinem Wunschgast: Wie alt ist er? Was macht er beruflich? Welche Hobbys hat er? Welche Wünsche oder Bedürfnisse hat dein Gast? Je klarer das Bild ist, desto leichter ist es, die passenden Werbebotschaften zu formulieren und diese auch in den richtigen Medien auszuspielen.

  1. Was ist dein Ziel?

Umsatz steigern, klar doch! Dazu hast du drei Möglichkeiten: Du bringst neue Gäste in dein Lokal. Du sorgst dafür, dass Gäste, die schon einmal da waren, öfter kommen. Oder du generierst mehr Umsatz mit Kunden, die bereits bei dir am Tisch sitzen. Neukunden zu gewinnen ist die teuerste und aufwendigste Variante. Konzentriere dich darum nicht nur darauf. Baue auch eine Beziehung zu deinen Stammgästen auf und lerne sie richtig gut kennen. Je besser du sie kennst, desto eher kannst du sie zum Beispiel über deinen Newsletter oder mit Social Media über dein Angebot informieren. Tipp: Brich dein großes Ziel (mehr Umsatz) in kleinere, messbare Ziele runter. Definiere zudem einen klaren Zeitraum, in dem du das Ziel erreichen willst. Zum Beispiel: 50 positive Bewertungen im nächsten Jahr. So verzettelst du dich nicht und kannst immer wieder überprüfen, ob du auf dem richtigen Weg bist.
Jetzt geht’s los: Formuliere deine Positionierung. Beispiele für eine klare Werbebotschaft: „Frische Pizza in 30 Minuten oder Geld zurück“ (Dominos Pizza) oder „Unsere Tomaten kommen aus Neapel – unser Pizzakoch auch.“

Also: Wofür steht dein Restaurant? Womit stichst du hervor? Welches Bedürfnis deiner Gäste erfüllst du besonders gut?

Schritt #2: Sorge für eine solide Basis – digital und analog

Ob Schilder, Speisekarten, Visitenkarten oder T-Shirts – für deine Gastronomie brauchst du eine ganze Menge gedrucktes Werbematerial, um sichtbar zu werden. Investiere dafür unbedingt in ein professionelles Logo und auch in gute Fotos. Achte darauf, dass dein optisches Auftreten überall einheitlich ist. Eine wiedererkennbare Corporate Identity macht sich bezahlt. Warum? Weil du deinen Gästen mit einem einheitlichen Erscheinungsbild in Erinnerung bleibst – egal ob sie dein Unternehmen in einer Zeitung, auf einem Plakat oder im Internet sehen.

Lokale Unternehmen werden 33 Mal pro Tag gefunden

Neben der gedruckten Basisausstattung, ist auch die digitale ein Muss. Denn: Was Google nicht findet, das gibt es eigentlich nicht. Damit es dich im Internet gibt, brauchst du eine Webseite, wenn auch nur eine einfache. Die Webseite sollte ansprechend, informativ und mit den richtigen Suchbegriffen auffindbar sein. Immerhin werden laut einer Studie von BrightLocal lokale Unternehmen 33 Mal pro Tag über lokale Suchanfragen im Internet angezeigt. Trage deine Unternehmen mit vollständigen Daten wie Adresse, Öffnungszeiten und Fotos bei Google My Business  ein – so findet dich dein Gast bei einer Suche auf Google und Google Maps.

Schritt #3: Wähle deine Kanäle

Lokale Werbung wirkt
In der Gastronomie willst du vor allem Gäste anziehen, die in deiner Nähe sind.

  • Sorge für eine klare Beschilderung, Wegweiser und Außenwerbung in deiner Umgebung.
  • Was für die analoge Welt gilt, gilt ebenso für die digitale: Schalte Anzeigen auf Facebook und Google und nutze dafür unbedingt Geo-Targeting. So kann dich ein Suchender, der in deiner Nähe ist, im Internet finden. Hier findest du 6 kostenlose Marketing Tools die dir dabei helfen.
  • Du zielst auf Mittagsbesucher ab? Besuche Unternehmen in der Nähe kurz vor der Mittagspause und nimm eine kleine, nette Kostprobe mit einer Speisekarte mit.
  • Erzähle von dir! Immer und immer wieder: So schreiben Lokalmedien über dich. Recherchiere die passenden Journalisten. Informiere sie regelmäßig über Neuigkeiten. Das kann eine Pressemeldung zur Eröffnung sein, eine Einladung zum nächsten Event in deinem Lokal oder ein neuer Koch, den du vorstellst.

Newsletter & Social Media
Wenn du der Lokalzeitung von deinem Restaurant erzählst, dann solltest du auch deinen Stammkunden von den Neuigkeiten berichten. Immerhin kostet es 4-6 Mal mehr einen neuen Gast zu gewinnen, als einen Stammgast wieder ins Lokal zu locken. Starte einen Newsletter, für den sich deine Gäste anmelden können. Deine Zielgruppe ist auf Facebook oder Instagram? Erstelle eine Facebook Fanpage oder ein Profil auf Instagram und teile dort dein Angebot. Hier findest du weitere Tipps für Social Media in der Gastronomie.

Empfehlungen sammeln
„Hat es Ihnen bei uns gefallen? Dann freuen wir uns über eine Google-Bewertung.“ So könntest du zum Beispiel ganz locker beim Bezahlen deine Gäste daran erinnern, dich im Internet zu empfehlen. Mundpropaganda ist offline aber genauso wichtig wie online. Vergiss dabei nicht: Nicht nur deine Gäste, auch deine Mitarbeiter sind wichtige Botschafter für deine Gastronomie. 

Kreative Kooperationen

  • Nutze die Reichweite der anderen! Bestimmt gibt es Partnerfirmen, deren Flyer du in deinem Lokal auflegen kannst. Im Gegenzug bittest du sie, dass sie deine Gastronomie zum Beispiel in ihrem Newsletter bewerben.
  • Lade Blogger und andere Influencer zu einer Veranstaltung oder zum Testessen ein.
  • Nutze besondere Feiertage für Aktionen oder Events, am 23. April ist etwa der Tag des Deutschen Bieres.

Den einen richtigen Kanal gibt es nicht. Die Mischung macht’s! Fragt sich nur: Welche? Du findest die richtigen Kanäle, wenn du  jetzt noch einmal einen Blick auf deine Ziele und die Zielgruppe wirfst.

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