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Schaufenstergestaltung: 9 einfache Tipps mit Wirkung

Von Christoph Schachner | Zuletzt aktualisiert: 6.7.2021

Eine gelungene Warenpräsentation ist der wichtigste Türöffner für den Verkauf. “Harrods” in London oder “Macy’s” in New York sind die wohl bekanntesten Beispiele für prunkvolle Schaufenstergestaltung. Beide Kaufhäuser sind erfolgreiche Beispiele dafür, dass der erste Eindruck zählt: Durch die aufsehenerregende Gestaltung der Fenster werden potenzielle Konsumenten angelockt.

Die Schaufenstergestaltung ist ein bedeutsames Instrument zur Werbe- und Verkaufsförderung im stationären Handel. Ziel ist es, die Ladenfenster auf den Innenbereich abzustimmen und den Kunden auf den richtigen Weg zum Angebot zu leiten. Wir erklären, wie's geht.

Welche Vorteile bringt gute Schaufensterdekoration?

Die Gestaltung von Schaufenster und Geschäft setzt nicht nur die Produkte spielerisch in Szene, sondern führt bei guter Umsetzung zu Umsatzsteigerung:

  • Guter erster Eindruck
  • Erzeugt Aufmerksamkeit und lockt Schaulustige an
  • Verbessertes Image durch ein professionelles Erscheinungsbild
  • Verwandelt Passanten in Konsumenten
  • Hebt Persönlichkeit und Individualität hervor
  • Differenzierung von der Konkurrenz
  • Gut sichtbares Werbemedium als Visitenkarte des Unternehmens

Schaufenster-Ratgeber für schnelle Gestaltung

Ein Schaufenster zu dekorieren macht Spaß und bringt Erfolg, wenn man  weiß, worauf man achten sollte. Gerade am Anfang brauchst Du hier etwas Zeit zum Ausprobieren und Herumexperimentieren – und mit diesen Tipps findest Du bald Deinen eigenen Stil bei der Gestaltung.

1. Definition der Zielgruppe festlegen

Die Schaufenstergestaltung ist sowohl im Einzelhandel als auch in der Gastronomie ein relevantes Thema. Das Fenster soll den richtigen Eindruck von Deinem Unternehmen vermitteln: Was bietest Du an? Welche Atmosphäre herrscht im Geschäft? Und natürlich: Wen möchtest Du ansprechen und hereinlocken?

Wenn Du Deine Zielgruppe kennst, kannst Du besser einschätzen, wie Du das Schaufenster dekorieren solltest. Dabei kommt es auch darauf an, in welcher Branche Du arbeitest. Gezielte Fragestellungen sollen dabei Abhilfe verschaffen:

  • Welche Altersgruppe willst Du ansprechen?
  • Was interessiert Deine Zielgruppe?
  • Was ist ein "Hingucker" für Deine Kunden? z. B. besonders hochwertige Ware, besonders günstige Preise, abwechslungsreiche Produktpalette, ausgefallene Dekorationen usw.
  • Welche Informationen möchtest Du bereits in der Auslage geben? z. B. Warenangebot mit oder ohne Preis
  • Wo befindet sich mein Geschäft? Hat Deine Zielgruppe vor der Auslage viel oder wenig Zeit zum Hinschauen?

Wenn Du Deine Zielgruppe erfolgreich abgeholt hast und sie den Laden betreten, ist der nächste Schritt die passende Bedienung. Erfahre hier mehr über die wichtigsten Kundentypen im Einzelhandel.

2. Die richtige Raumaufteilung finden

Beim Schaufensterbummel wandern die Blicke in den meisten Fällen von links oben nach rechts unten. Ganz wichtig ist, diese Erkenntnis gewinnbringend zu nutzen: Was wichtig ist, sollte sich also links oben befinden.

Grundsätzlich sollten die Artikel auf Augenhöhe der Zielgruppe präsentiert werden. Um eine dynamische und dreidimensionale Wirkung zu erzielen, kannst Du die Produkte in der Auslage außerdem auf mehreren Ebenen präsentieren.

Die meisten Schaulustigen nutzen das Schaufenster auch für einen Blick in den Laden. Achte daher darauf, dass die Passanten immer auch freie Sicht in den Innenbereich haben.

Es sollten außerdem erste wichtige Informationen vorhanden sein: Der Preis und eine kurze Beschreibung zu den Produkten sind daher empfehlenswert. Die Informationen sollten entweder gedruckt oder sehr lesbar mit der Hand geschrieben sein. So ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Kunden mit Kaufabsicht Dein Geschäft betreten.

3. Abwechslung im Schaufenster schaffen

Mit dem Wechsel der Dekoration demonstrierst Du Aktualität und Attraktivität: Mit neuen Ideen für die Schaufenstergestaltung weckst Du die Aufmerksamkeit immer wieder aufs Neue.

Dabei ist es gut, aktuelle Trends und die saisonale Gestaltung zu berücksichtigen.  Es gibt viele Möglichkeiten, zu bestimmten Anlässen wie Weihnachten und Ostern oder nach Jahreszeiten zu dekorieren. Das Hauptprodukt bzw. die Dienstleistung soll dabei stets auf den ersten Blick erkennbar sein.

Außerdem geht es darum, Dich von Deinem Gefühl und Geschmack leiten zu lassen. Du kennst Dein Geschäft, Deine Ware und Deine Kunden: Bringe sie in Deinen eigenen Ideen zur Schaufensterdekoration zusammen.

4. Deinen Stil finden

Die Dekoration muss zum Image des Unternehmens passen. Das heißt, mit der Inszenierung und Präsentation des Sortiments prägt man ein positives Image und macht zudem einen nachhaltigen Eindruck. Liebevoll ausgewählte Motive, farblich abgestimmte Preisschilder, auffällige Aufkleber, Schriftzüge und Displays und weitere fantasievolle Dekorationselemente zeigen dabei große Wirkung.

Ein einheitliches Konzept ist wichtig, um den Kunden nicht zu verwirren: Im besten Fall zieht sich das Design und die Gestaltung des Geschäftes vom Schaufenster bis in den Innenbereich.

5. Qualität in der Auslage vor Quantität stellen

Voll ausgefüllte bzw. überfüllte Schaufenster stoßen bei den Kunden in der Regel auf Ablehnung. Hier ist der Blick eher überfordert. Investiere lieber in einen qualitativ hochwertigen und professionellen Auftritt des Unternehmens. Wer etwas mehr Geld für einzelne Dekorationselemente ausgibt, kann in der Menge ruhig sparen.

Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne beträgt im Schnitt acht Sekunden: Dir bleibt also nur wenig Zeit, potenzielle Kunden vom Produkt zu überzeugen. Daher erzielt weniger Deko eine bessere Wirkung.

Unser Tipp: Ein besonderer Blickfänger sorgt dafür, dass Passanten für längere Zeit stehen bleiben. Zum Beispiel kommen bewegte Dekorationselemente besonders gut an.

6. Schaufenstergestaltung beleuchten

Die Präsentation der Ware entscheidet, ob die Leute beim Schaufenster stehen bleiben. Exklusive Artikel können als Blickfänger (Eye-Catcher) hervorgehoben werden. Für zusätzliche Show-Effekte sorgt eine ansprechende Beleuchtung.

Die Schaufensterbeleuchtung setzt Impulse zum Hinsehen und spricht Emotionen und Stimmungen an, die wesentlich zur Kaufentscheidung beitragen. In kälteren Jahreszeiten eignet sich zum Beispiel warmes Licht besonders gut. Generell sollte die Beleuchtung so gewählt werden, dass Passanten auch bei einer größeren Entfernung aufmerksam werden.

Unser Tipp: Mit passender Beleuchtung kannst Du übrigens auch den Innenbereich Deines Geschäfts verlockend in Szene setzen.

7. Auf Sauberkeit achten

Staubschichten, Spinnweben, Fingerabdrücke, Insekten, und verschmierte Glasscheiben – das ist die perfekte Halloween-Deko. Den Rest des Jahres sollte Deine Schaufenstergestaltung mit gepflegter Sauberkeit überzeugen.

Denn Deine Auslage vermittelt den ersten Eindruck – und der wird auf den Innenraum übertragen. Wirkt Dein Schaufenster einladen und freundlich, wird auch Dein Laden gern betreten. Achte deshalb immer darauf, die Auslage sauber zu halten.

8. Reporting führen

Führe ein Deko-Tagebuch und notiere, welche Aktionen besonders gut funktioniert haben. Damit verschaffst Du Dir einen Überblick, wie das Geschäft gelaufen ist, und kannst daraus neue Erkenntnisse für die Zukunft gewinnen. So kannst Du Dir mit der Zeit einen Jahresplan für Dekorationswechsel und -themen anlegen. 

Unser Tipp: Mit einer modernen Kassensoftware kannst Du Dir ganz einfach aussagekräftige Umsatzstatistiken erstellen, die Dir bei der Auswertung der Schaufenstergestaltung helfen, ansprechende Analysen bildet eine aktuelle Registrierkasse sogar auf Tagesbasis.

9. Präsentierte Waren vorrätig halten

Die ausgestellten Artikel sollten immer ausreichend und ggf. in verschiedenen Größen und Farben vorrätig sein. Außerdem empfiehlt es sich, nicht nur im Schaufenster ergänzende oder aufwertende Produkte anzubieten – zum Beispiel passende Accessoires zum ausgestellten Kleid.

Der Hinweis “Wir führen auch…” ist zudem empfehlenswert, wenn die Konsumenten nicht genau an dem Artikel interessiert sind, der im Schaufenster präsentiert wurde. So weist Du auf Deine Sortimentsvielfalt hin, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Kassieren, bitte!

Ein einladendes Schaufenster bringt Kaufinteressenten in Deinen Laden. Damit Kund:innen auch beim Kauf ein gutes Gefühl haben, sorgt das richtige Kassensystem für einen reibungslosen Verkaufsprozess.

Den Kontakt an der Kasse kannst Du außerdem nutzen, um Laufkunden zu Stammkunden zu machen: Weise zum Beispiel auf Deinen Social-Media-Account hin, auf dem Du regelmäßig nicht nur Dein neugestaltetes Schaufenster, sondern auch spannende Aktionen und Produkte präsentierst. Wir zeigen Dir, welche Kanäle Du für kostenloses Marketing erfolgreich nutzen kannst.

Christoph Schachner

Digitales Marketing

Christoph ist ein studierter Spezialist für digitales Marketing und Growth Marketing.