Muss Trinkgeld versteuert werden?

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Trinkgelder sind in einigen Branchen Gang und Gäbe, wie in der Gastronomie und im Dienstleistungsbereich bei Friseuren und Taxifahrern.

Trinkgeld ist ein Ausdruck der Kundenzufriedenheit und stellen in einigen Berufen einen wichtigen Zusatzverdienst dar. Ein zuvorkommender Service, gute Küche und ein angenehmes Ambiente können für mehr Trinkgeld sorgen und spiegeln ein direktes Feedback wider. Um 2017 Trinkgelder ordnungsgemäß zu verbuchen, können Sie sich mit der richtigen Registrierkasse einige Arbeit sparen. Gerade bei Neugründungen, z.B. eine Café Eröffnung wird das oftmals nicht mitbedacht und kommt speziell Unternehmern im Nachhinein teuer zu stehen.

Wie viel Trinkgeld ist in Deutschland üblich?

Abhängig von der Zufriedenheit des Gastes mit der Dienstleistung, beispielsweise dem Service oder der Küche, wird ein Aufschlag zwischen 5 und 10 Prozent gezahlt. Je höher der Rechnungsbetrag, desto geringer fällt aber auch das Trinkgeld aus.

Muss Trinkgeld versteuert werden?

Das gezahlte Trinkgeld muss versteuert werden, wenn ein Rechtsanspruch darauf besteht. Wenn das Trinkgeld freiwillig, ohne Rechtsanspruch und zusätzlich zum vereinbarten Entgelt gegeben wird, muss es nicht versteuert werden. Das heißt, dass zum Beispiel kein Hinweis auf Trinkgeld und dessen Höhe auf einer Speisekarte stehen darf. Da Trinkgeld ein Ausdruck der Zufriedenheit des Kunden mit der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers ist, ist es nur steuerfrei bei direktem Erhalt. Wenn es eine allgemeine Trinkgeldkasse gibt, muss es versteuert werden.

Erhalten jedoch Unternehmer als selbständige Friseurin oder als selbständiger Taxifahrer Trinkgeld vom Kunden, wird dieses als eine Einnahme gesehen und sollte ordnungsgemäß dokumentiert werden. Vor allem, wenn es keine Arbeitnehmer gibt, die das Geld erhalten haben könnten. Es zählt damit zum umsatzsteuerpflichtigen Entgelt, von dem ein Teil an das Finanzamt als Umsatzsteuer gezahlt werden muss. Das Trinkgeld ist damit nicht mehr steuerfrei.

Beispiele:

Szenario A: Sie sind als Kellnerin in einer Bar angestellt und bekommen regelmäßig direktes Trinkgeld und diverse Geschenke zu besonderen Anlässen wie Weihnachten von Stammkunden. Diese Form von Trinkgeld wird als freiwilliges Trinkgeld bezeichnet, wenn keine allgemeine Trinkgeldempfehlung (Bedienungszuschlag) vom Gastronomiebetrieb gegeben wird und ist folglich steuerfrei.

Szenario B: Sie sind Arbeitnehmer in einem Beauty Salon. Im Unternehmen ist ein Sparschwein an der Kasse aufgestellt, in welches Kunden das Trinkgeld für alle Angestellten werfen. Das Geld wird regelmäßig zu gleichen Teilen unter allen Angestellten aufgeteilt. Somit besteht hier kein persönlicher Bezug des Trinkgeldes mehr und kann vom Prüfer des Finanzamtes als steuerpflichtig deklariert werden (Regelung Spielbanktronc).

Szenario C: Sie sind selbstständig und besitzen einen Food Truck, den Sie alleine führen. Von Ihren Kunden bekommen Sie regelmäßig gutes Trinkgeld für Ihre innovativen Kreationen. Da Sie hier selbst Unternehmer sind, ist das erhaltene Trinkgeld zu versteuern. Das erhaltene Geld ist somit als Gewinn erhöhende Betriebseinnahme zu verzeichnen und Sie müssen dafür Umsatzsteuer abführen.

Betriebsprüfer achten bei Kassenprüfungen ab 2018 besonders in Trinkgeld relevanten Branchen auf die ordnungsgemäße Dokumentation. Deshalb sollten Unternehmer über glaubwürdige Aufzeichnungen Ihrer erhaltenen Trinkgelder führen. Für eine ordnungsgemäße Dokumentation bietet Ihnen ready2order einen kostenlose Kassenbuch Vorlage zum Download an.

Trikgeld Steuern

Fazit:

  • Trinkgeld, das ein Unternehmer erhält, muss mit der Registrierkasse und mit einem Beleg im laufenden Geschäftsbetrieb erfasst werden um von einer ordentlichen Kassenführung sprechen zu können. Es ist somit steuerpflichtig.
  • Wenn ein Arbeitnehmer das Trinkgeld als freiwillige Zahlung erhält, ist es steuerfrei.
  • Wenn ein Arbeitnehmer das Trinkgeld auf Grund von einem Bedienungszuschlag oder einer Anerkennungsprämie erhält oder es eine allgemeine Trinkgeldkasse gibt muss das Geld versteuert werden.

Mit ready2order kann Trinkgeld ganz einfach mit der Trinkgeldabfrage vermerkt werden und ist beim Tagesabschluss aufgelistet.

Wie Sie die Trinkgeldabfrage einstellen, erfahren Sie mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung auf unserer Supportseite zur Trinkgeldabfrage.

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Über den Autor
Christoph Schachner
Christoph Schachner
Christoph ist ein studierter Spezialist für digitales Marketing und Growth Marketing.

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