Marketing Tipps

Facebook, Instagram, TikTok...? So platzierst du dein Unternehmen am besten in sozialen Netzwerken!

Von Julie Mayrhofer | Zuletzt aktualisiert: 10.30.2020

Mit der Digitalisierung im Vormarsch bewegt sich ein großer Teil der Werbung ins Internet und damit auch in die sozialen Medien. Diese Netzwerke für den Unternehmensauftritt zu nutzen scheint zuerst etwas überfordernd zu sein, bringt aber zahlreiche Vorteile mit sich. Für viele Unternehmen gehört Social Media Marketing mittlerweile in den Mix dazu. Wir haben in diesem Artikel ein paar Tipps für den Auftritt in sozialen Netzwerken für Unternehmen gesammelt!

Warum solltest du Social Media für dein Unternehmen nutzen?

Social Media bietet dir mehrere Vorteile gegenüber klassischer Werbung:

  1. Für kleine Unternehmen mit wenig Werbebudget ist es möglich, ohne Kosten oder zu geringen Preisen zu werben.
  2. Du bist direkt mit deinen Kunden in Kontakt. Du kannst sehr schnell auf Feedback reagieren und durch Interaktionen eine enge Kundenbeziehung aufbauen. 
  3. Durch das Internet ist mittlerweile alles um uns herum viel schnelllebiger. Dank digitaler Werbung hast du den großen Vorteil, Schritt halten zu können. Während gedruckte Werbung droht, schnell veraltet zu sein, kannst du deinen Werbeauftritt innerhalb von kürzester Zeit anpassen. 

Mach dir klar, wer deine Zielgruppe ist!

Um das richtige Netzwerk, und vor allem die richtige Strategie zu evaluieren, musst du natürlich wissen, wer deine Kunden sind und wo sie sich aufhalten. So vermeidest du ineffektive Marketingmaßnahmen, die dir womöglich mehr Geld kosten, als du verdienst. Durch zielgerichtete Botschaften "filterst" du die Masse der Nutzer und übrig bleiben deine potenziellen Kunden.

Ein Beispiel dafür: Ein McDonalds hat nicht dieselben Werte und Angebote wie ein lokales, veganes Restaurant. Dadurch unterscheidet sich die Zielgruppe und somit auch die Werbebotschaft die zum Erfolg führt.

Es gibt unzählige Methoden, um deine Zielgruppe zu ermitteln. Am besten fängst du mit der Forschung mit den Kunden an, die dir bereits bekannt ist. Womöglich hast du dir schon einen Kundenstamm aufgebaut, und weißt daher, wer dein Publikum ist und in Zukunft sein wird. Steckt dein Unternehmen allerdings noch in den Kinderschuhen, musst du die Zielgruppe erst festlegen. Du kannst dich dabei daran orientieren wen du dir als idealen Kunden (in Fall der Instagram-Strategie Follower) wünschst. 

Eine gute Methode um die Definition durchzuführen, ist das Persona-Konzept. Nach dieser Methode erstellst du eine oder mehrere Personas, welche deine zukünftigen Kunden und Follower darstellen. So kannst du dich besser in diese hineinversetzen. 

Die Idee des Persona-Konzeptes ist es, eine fiktive Person so genau wie möglich zu beschreiben. Als Basis für die Beschreibung solltest du Informationen nutzen, die du bereits über bestehende oder potenzielle Kunden gesammelt hast (z.B Marktforschung, Umfragen).

Erstellt einen Steckbrief und fülle ihn so detailiert wie möglich aus. Richtlinien dafür beginnen bei soziodemografischen Merkmalen (Alter, Geschlecht, Sprache, Wohnort), sollten aber viel weiter in die Tiefe gehen. Weitere Merkmale könnten sein:

  • Herkunft
  • Familienstand
  • Interessen
  • Hobbys
  • Werte
  • und viele weitere

Um später mit der Community interagieren zu können, solltest du auch eine Ahnung davon haben, welche Medien deine Persona konsumiert, was ihre Informationsquellen sind oder welchen Instagram-Accounts sie folgt.

Du kannst den Steckbrief auch mit Fotos, Zitaten und Wünschen ect. ergänzen. Im Grunde sind dir keine Grenzen gesetzt – wenn dir etwas hilft, dein Publikum besser zu verstehen, ist es einen Versuch wert.

Was haben die Zielgruppen nun aber mit deiner Marketing-Strategie zu tun?

Je besser du dich in deine Personas hineinversetzen kannst, desto eher verstehst du welche Ziele sie haben und mit welchen Problemen sie konfrontiert sind. Was erwarten sie von einem Produkt oder einer Dienstleistung, und was sind ihre Hürden?

Diese Fragen und noch viele weitere solltest du beantworten können – du erfüllst die Wünsche und löst die Probleme. Darauf kannst du deine Strategie aufbauen.

Lege deine Ziele fest

Mach dir von vornherein klar, was du erreichen möchtest und setze realistische Ziele. Diese können sowohl auf kurze als auch auf lange Sicht festgelegt sein. Hast du diese Ziele gesetzt, fällt es dir leichter darauf hinzuarbeiten und die richtigen Erwartungen zu haben.

Setze dir unbedingt Ziele, die klar formuliert und messbar sind. Dazu gehört, das genaue Ziel in Zahlen zu formulieren. Lege außerdem den Zeitraum fest, indem du das Ziel erreichen möchtest. Hier die Beispiele für die Formulierung deiner Ziele:

  • "Ich möchte in Quartal 3 meine Instagram Reichweite um 100 Nutzer pro Woche erhöhen."
  • "Ich möchte im nächsten Monat meine Reaktionszeit auf Facebook auf 2 Stunden senken."

Vergiss nicht, regelmäßig zu überprüfen, ob du deine Ziele erreicht hast. Wenn die Zahl über dem gesetzten Ziel liegt, kannst du sie im nächsten Monat realistischer ansetzten. Liegt die Zahl darunter, musst du entweder realistischer vorgehen, oder deine Strategie anpassen.

Welche Netzwerke passen am besten zu dir?

Nun wo du deine Zielgruppe ganz genau kennst, kommen wir zu den verschiedenen Social Media Plattformen und was sie ausmacht. Welches soziale Netzwerk für dich am besten geeignet ist, hängt zum Beispiel von deinem Unternehmen, deiner Zielgruppe und deiner Zielsetzung ab.

Facebook:

Mit ungefähr 2,5 Milliarden monatlich aktiven Nutzern ist Facebook die meist genutzte Social-Media-Plattform. Facebook bietet mittlerweile eine sehr große Bandbreite an nützlichen Funktionen. Du hast die Möglichkeit reine Text-Posts zu erstellen, Beiträge von anderen Nutzern oder Links zu teilen, Videos und Bilder zu posten, Veranstaltungen zu erstellen und mehr. Auch die Story-Funktion, die durch Instagram bekannt wurde, gibt es hier mittlerweile. Den Erfolg deines Contents kannst du mithilfe des umfangreichen Analyse-Tools überprüfen. Das ist wichtig um festzustellen, ob du die richtige Strategie für deine Ziele verfolgst.

Instagram:

Hier stehen ganz eindeutig Bilder im Vordergrund. Geteilt werden diese entweder im Feed als Sammlung, oder für je 24 Stunden in deiner Instagram-Story. Ästhetik spielt eine ganz große Rolle und bestimmt zu einem großen Teil den Erfolg der geteilten Inhalte. Einen umfangreichen Guide für deinen Instagram-Auftritt erhältst du in unseren nächsten Blogposts.

Pinterest:

Oft benutzt wie eine Bildersuchmaschine, dient Pinterest viel mehr als Ideenfindung und Inspirationsquelle als zur Selbstdarstellung. Das Alter der Nutzer ist gemischt, am häufigsten wird es allerdings von der Altersgruppe 16-34 Jahre genutzt.

Durch Suchbegriffe werden hochgeladene Bilder auf der Plattform gefunden und "gepinnt", also von den Nutzern in ihren individuellen Ordnern gesammelt. Die Interaktionsrate unter den Nutzern ist hier zwar vergleichsweise niedrig, dafür sind gute Inhalte langlebiger und die Nutzer sehr kaufbereit.

Gut geeignet ist Pinterest für Unternehmen, die visuell ansprechende Produkte (online) anbieten, natürlich aber nicht auf diese beschränkt.

TikTok:

Auf dem vergleichsweise noch recht neuem sozialem Netzwerk TikTok herrscht Generation Z (je nach Autor ungefähr ab 1995) vor. Die Plattform wurde verschmolzen mit dem ehemaligen Musical.ly und besteht aus kreativen Videos mit einer Länge von bis zu 60 Sekunden. Die Angaben der Nutzerzahlen variieren, lassen sich aber auf zumindest 500 Millionen monatliche Nutzer beziffern.

Wer auf dieser Plattform vertreten ist, sollte junges Publikum und kreative Inhalte aufweisen, davon hängt der Erfolg auf TikTok maßgeblich ab. Der Vorteil ist, dass stetig neue Trends auftauchen, auf deren Welle des Erfolgs sich leicht mitreiten lässt.

TikTok ist wohl nicht für jedes Unternehmen geeignet, sollte aber definitiv im Auge behalten werden.

LinkedIn:

In der Unternehmenswelt ist das internationale Xing-Pentant LinkedIn ein wichtiges Netzwerk. Im Jahr 2019 von 58% der Unternehmen genutzt, ist es hier üblich, sich mit Kollegen aus der Branche auszutauschen, sowie Mitarbeiter zu rekrutieren.

Twitter:

Mittlerweile ist Twitter zu mehr gewachsen, als nur dem bekannten Microblogging-Dienst mit 140 Zeichen. Die Zeichenanzahl wurde verdoppelt, GIFs, Fotos und Videos sowie Live-Streams sind jetzt schon möglich. Du kannst Twitter zum Beispiel nutzen, um Traffic auf deiner Webseite oder deinem Blog zu generieren.



Du wirst natürlich nicht alle Plattformen gleich zu Beginn bespielen können, überleg dir daher, wo dein Unternehmen am besten zur Geltung kommt.

Vielleicht gibt es sogar bereits ein Facebook-Profil, das sich aufpolieren lässt? Wenn dein Unternehmen schon auf Social Media vertreten, aber nicht sehr aktiv ist, kannst du darauf gut aufbauen. 

Hol dir Inspiration

Natürlich ist es schwierig, aus dünner Luft die perfekte Strategie zu erstellen. Daher ein Tipp: Es ist nichts dabei, sich an den Erfolgen anderer zu orientieren. Wenn es in deiner Branche oder gar aus einem ganz anderen Bereich Marken gibt, die mit ihrer Strategie punkten, lass dich davon inspirieren.

Wenn du ein neues Profil auf einem sozialen Netzwerk anlegst, lernst du durch das Beobachten anderer auch, wie die Kommunikation auf der Plattform funktioniert. Nicht jedes Netzwerk funktioniert gleich, sieh dir also zuerst an wie kommuniziert wird und baue darauf auf. 

Plane deinen Content voraus

Plane deine Posts mehrere Wochen, vielleicht sogar Monate voraus. Dadurch sicherst du regelmäßiges Posten, was von Algorithmus belohnt wird und du kommst nicht in Verzug. Beachte bei der Planung besondere Events sowie Feiertage, die du berücksichtigen möchtest.

Überleg dir gut wie oft es für dich möglich ist zu posten. Der Algorithmus mag regelmäßiges Posten, weshalb es auch ratsam ist, einen "Fahrplan" zu erstellen. So sinkt die Gefahr, dass du einen Post auslässt und von Algorithmus "bestraft" wirst.

Zur Planung sowie zum automatischen Posten gibt es Tools, die du verwenden kannst – im Grunde tut's aber auch eine Excel-Tabelle.

Wie erreichst du mehr Nutzer?

Du hast deine Nutzer gefunden, die Plattform steht und jetzt gehst du VIRAL! 

...naja, fast. Ein paar Schritte fehlen halt dazwischen. Gleich vorneweg: Viral gehen die wenigsten, und das oft nicht mal mit dem besten Content. Das hängt nämlich von einer Menge Glück ab – nicht zu vergessen den Algorithmen. 

Allerdings gibt es Tipps und Tricks wie du das richtige Publikum erreichst. Eines ist dabei ganz wichtig: Du musst deine Nische finden. Im Grunde ist das Prinzip sehr ähnlich zu dem Thema Zielgruppe definieren. Doch auf Social Media gilt dieser Grundsatz ganz besonders: Wenn du nicht durch das besondere Etwas auf dich aufmerksam machst, bist du bloß einer unter Millionen anderer Nutzer. Trau dich hervorzustechen.

Je spezifischer der Content ist den du anbietest, desto höher ist die Qualität deiner Follower. Um auf dich aufmerksam zu machen, musst du ein Teil der Community werden, die du ansprechen möchtest. Folge nur relevanten Profilen, interagiere mit der Community und like Posts, die für dich interessant sind. Zusätzlich kannst du relevante Hashtags nutzen, diese sollten sich aber speziell auf deinen Content beziehen.

Bei all dem ist eines nicht zu vergessen: Egal wie viele Follower du hast, lass dich nicht unterkriegen. Die Leidenschaft an dem, was du machst, soll nie verloren gehen. Diese mit deinen Followern zu teilen, sollte das ultimative Ziel sein.

Julie Mayrhofer

Social Media Marketing

Als Social Media Marketer bei ready2order dreht sich für Julie alles um guten Content. Egal ob Reports, Support-Artikel oder knackige Instagram-Captions, sie textet sich die Finger wund. Außerdem ist sie ständig auf der Suche nach dem nächsten coolen Shot für die Instagram-Story. In ihrer Freizeit verschlingt sie Bücher und tobt sich gerne mit allerlei kreativen Hobbys aus.